Ströer spricht von einer "neuen Ära" für das Unternehmen. Mit Interaktive Media will das

Ströer spricht von einer "neuen Ära" für das Unternehmen. Mit Interaktive Media will das Unternehmen seine Position auf den deutschen Online-Werbemarkt ausbauen. T-Online wiederum ergänzt das bisherige Angebot von Ströer-Webseiten wie GIGA, Spieletipps und kino.de. - Bild: Telekom

Der Außenwerber Ströer Media verstärkt sich mit zwei Zukäufen von der Deutschen Telekom. Das Internetportal T-Online und der Digitalvermarkter Interactive Media werden von Ströer übernommen.

Bezahlt wird mit Aktien aus einer Kapitalerhöhung, wodurch dem Bonner DAX-Konzern 11 bis 13 Prozent an Ströer zufallen werden. Der Wert der Transaktion beläuft sich auf rund 300 Millionen Euro.

Stroer baut Position auf den deutschen Online-Werbemarkt aus

Ströer spricht von einer “neuen Ära” für das Unternehmen. Mit Interaktive Media will das Unternehmen seine Position auf den deutschen Online-Werbemarkt ausbauen. T-Online wiederum ergänzt das bisherige Angebot von Ströer-Webseiten wie GIGA, Spieletipps und kino.de. T-Online bleibt Plattform für die t-online.de-Mailadressen und Anlaufstelle für das Telekom-Kundencenter. Diese beiden Dienstleistungen bleiben bei der Telekom.

Der DAX-Konzern hofft, durch die Beteiligung an Ströer von der erwarteten Wertsteigerung des Unternehmens zu profitieren. Die Telekom hat sich zu einer Haltefrist von zwölf Monaten verpflichtet.

Die beiden zugekauften Unternehmen werden 2015 voraussichtlich einen Umsatz von zusammen 100 Millionen Euro erzielen. Ströer geht davon aus, dass sich die Übernahme von Anfang an positiv auf das Ergebnis auswirkt. Der Beitrag zum bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde sich vor Synergien auf rund 35 Millionen Euro belaufen.

Ströer ändert Mittelfristprognose

Schon für 2016 rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatz von rund 1 Milliarde Euro bei einer EBITDA-Marge von 23 bis 24 Prozent. In der Digitalsparte soll das bereinigte EBITDA auf einen dreistelligen Millionenbetrag steigen. Der Gewinn pro Aktie werde nach Kapitalerhöhung und vor Synergien 2016 um mehr als 5 Prozent steigen, womit zusätzlicher Spielraum für höhere Dividenden und weitere Investitionen geschaffen werde, so Ströer.

Um in Zukunft Zukäufe mit Aktien bezahlen zu können, ohne die Kontrolle über das Unternehmen zu verlieren, ändert Ströer die Rechtsform. Noch in diesem Geschäftsjahr soll aus der SE, einer europäischen Aktiengesellschaft, eine Kommanditgesellschaft auf Aktien, KGaA, werden.

Der Vollzug der Transaktion ist für das vierte Quartal geplant.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht