Stromleitung Freileitungsmast

Bezahlt wird der Ausbau und die Modernisierung der Trassen von Haushalten und Unternehmen über die sogenannte Netzumlage automatisch mit der Stromrechnung. - Bild: kru

Nach der aktuellen Schätzung der vier Übertragungsnetzbetreiber dürfte der Ausbau bis zum Jahr 2025 zwischen 27 und 34 Milliarden Euro kosten. Hinzu kommen noch einmal 5 Milliarden für den Anschluss der Meereswindparks. Ihre Planungen reichten Amprion, Tennet, Transnet BW und 50 Hertz am Dienstag bei der Bundesnetzagentur ein.

Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende ist der Ausbau und die Ertüchtigung des Fernleitungsnetzes in der gesamten Republik. Die bestehenden Stromtrassen müssen auf einer Länge von 5.200 bis 5.800 Kilometern erweitert oder modernisiert werden.

Zusätzlich ist der Bau von 4.000 Kilometern an neuen Leitungen vorgesehen, wovon zwischen 2.600 und 3.100 Kilometern auf die drei großen Stromautobahnen entfallen. Sie sollen künftig den Windstrom aus dem Norden und Osten Deutschlands zu den Industriezentren im Süden transportieren.

Weil sich der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit seinem Wunsch nach Erdverkabelung durchsetzen konnte, werden die Stromautobahnen wohl 8 Milliarden Euro teurer, als wenn sie klassisch an Masten aufgehängt würden.

Bezahlt wird der Ausbau und die Modernisierung der Trassen von Haushalten und Unternehmen über die sogenannte Netzumlage automatisch mit der Stromrechnung. Im vergangenen Jahr summierte sie sich auf über 17 Milliarden Euro. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden pro Jahr wird nach Daten des Vergleichsportals Verivox dadurch mit rund 260 Euro belastet.