Jaguar XE, Produktion

Noch geht es der britischen Autoindustrie gut. - Bild: JLR

So könnte im schlimmsten Fall könnte die Autoproduktion auf der Insel bis 2022 unter 1 Million Fahrzeuge sinken. Das wäre ein Einbruch von rund 50 Prozent verglichen mit dem voraussichtlichen Rekordjahr 2016.

Sollte die britische Automobilwirtschaft den ungehinderten Zugang zum EU-Binnenmarkt verlieren, wären die Folgen gravierend. Dann drohe ein Szenario wie in den 1980er- und 90er-Jahren, als die Autoindustrie in dem Land schon einmal durch eine tiefe Krise ging, schreibt PwC-Autoanalyst Christoph Stürmer.

Sollten die Hersteller trotz des Brexits aber weiter ungehinderten Zugang zum EU-Binnenmarkt haben, so könnte die Produktion nach zwei auch konjunkturbedingt etwas schwächeren Jahren 2020 wieder richtig anziehen, schreibt PwC. Dann könnten 2022 sogar erstmals mehr als 2 Millionen Fahrzeuge vom Band laufen.

Export profitiert von schwachem Pfund

Für dieses Jahr geht PwC für Großbritannien von 2,69 Millionen verkauften Pkw aus, ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber 2015. Und auch für 2017 erwarten die Analysten noch eine Zunahme um 0,5 Prozent.

Die Binnennachfrage sei bisher intakt, auch dank günstiger Finanzierungsbedingungen. Dem Export komme der durch das Brexit-Votum verursachte Wertverlust des Pfund zugute. Dies habe aber auch die Beschaffungskosten verteuert. Einige Hersteller hätten somit schon die Preise erhöht, was die Marktdynamik verringern dürfte.

2016 wird Rekordjahr in puncto Rückrufe

  • Subaru Forester

    Platz 10: Subaru musste zwischen Januar und Oktober 2016 in den USA 1,1 Millionen Autos zurückrufen. Bild: Subaru

  • BMW X5

    Platz 9: BMW musste auf dem US-Markt 1,17 Millionen Autos zwischen Januar und Oktober 2016 in die Werkstätten beordern. Bild: BMW

  • VW Golf

    Platz 8: Volkswagen rief dieses Jahr (bis Mitte Oktober) schon 1,66 Millionen Autos in den USA zurück. Bild: VW

  • Mazda 6

    Platz 7: Mazda musste von Januar bis Oktober 1,84 Millionen seiner Fahrzeuge in den USA in die Werkstätten rufen. Bild. Mazda

  • Toyota Land Cruiser

    Platz 6: Toyota beorderte 4,2 Millionen Autos in die US-Werkstätten. Bild. Toyota

  • Ford Fusion Hybrid

    Platz 5: Ford musste von Januar bis Mitte Oktober 2016 rund 5,02 Millionen Autos zurückrufen. Bild: Ford

  • Nissan Juke Nismo RS

    Platz 4: Nissan rief von Januar bis Mitte Oktober schon 5,65 Millionen Autos in den USA in die Werkstätten. Bild: Nissan

  • Honda CR-V

    Platz 3: Honda musste in den USA von Januar bis Mitte Oktober 7,5 Millionen Autos in den USA zurückrufen. Bild: Honda

  • Jeep Grand Cherokee

    Platz 2: Der Fiat-Chrysler-Konzern zu dem auch die Marke Jeep zählt musste von Januar bis Oktober 2016 gut 8,62 Millionen Autos in den USA zurückrufen. Bild: FCA/Jeep

  • Chevrolet Malibu

    Platz 1: Unrühmlicher Spitzenreiter dieses Rankings ist General Motors. 8,7 Millionen Autos musste der Autobauer in den USA in die Werkstätten rufen. Bild: GM/Chevrolet