Styrolanlage in Ludwigshafen: Der Konzern will sich langfristig von zyklischen Gütern wie Styrol

Styrolanlage in Ludwigshafen: Der Konzern will sich langfristig von zyklischen Gütern wie Styrol trennen und sich auf Spezialitäten konzentrieren (Bild: BASF).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Dies berichtet die “Financial Times Deutschland” (FTD – Dienstagausgabe), der eine BASF-Sprecherin den Betrag bestätigte. Styrolution wird mit kombiniert 6,4 Mrd Euro Jahresumsatz Weltmarktführer bei Styrolkunststoffen, die in Verpackungen, Haushalts- und Elektrogeräten zum Einsatz kommen. Formell soll die Transaktion im Jahresverlauf abgeschlossen werden; das Unternehmen besteht also bisher erst ‘virtuell’.
Weil es sich mit einer Anleiheemission aus dem Mai bereits am externen Kapitalmarkt fremdfinanziert, muss es aber detaillierte Quartalszahlen berichten. Im ersten Quartal steigerte Styrolution laut “FTD” den Umsatz um über ein Sechstel auf 1,8 Mrd Euro und verdoppelte fast das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 174 Mio Euro. Damit sei zum Jahresauftakt beinahe die Hälfte des Jahresziels eingefahren: Bei der Investorenveranstaltung gab das Management gut 400 Mio Euro als Gewinnziel aus, wie die BASF-Sprecherin bestätigte. “Wir streben an, das sehr starke Ebitda vor Sondereinflüssen von 2010 zu erreichen.” Und das habe bei 407 Mio Euro gelegen.
BASF will sich langfristig komplett vom Styrolgeschäft verabschieden. Die Strategie des DAX-Konzerns ist schon seit Jahren darauf ausgerichtet, sich von zyklischen Commodity-Geschäften zu trennen und sich stärker auf Spezialitäten zu konzentrieren.