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ABB hat durch einen Fall von Veruntreuung in Südkorea weniger finanzielle Belastungen als gedacht. - Bild: ABB

Die Belastung vor Steuern liege 2016 bei 73 Millionen US-Dollar, teilte das Unternehmen im Geschäftsbericht 2016 mit. Am 22. Februar war sie auf 100 Millionen Dollar geschätzt worden. Grund für den geringeren Betrag seien zu erwartende Versicherungsentschädigungen von zirka 30 Millionen Dollar.

Der Treasurer der Südkorea-Tochter soll Unterlagen gefälscht sowie mit Dritten zusammengearbeitet zu haben, um Unternehmensgelder zu veruntreuen, hatte das Schweizer Unternehmen seinerzeit mitgeteilt. Die finanziellen Unstimmigkeiten seien aufgedeckt worden, nachdem die verdächtige Person am 7. Februar verschwunden sei. Der Cashflow im operativen Geschäft sei durch den Vorfall um 103 Millionen Dollar geschmälert worden, heißt es im Geschäftsbericht.

Der Auftragseingang sank 2016 um rund 3 Milliarden auf 33,4 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis lag wenig verändert bei etwa 1,9 Milliarden Dollar.