Nissan Qashqai

In Südkorea ist der Autobauer Nissan ins Visier des Umweltministeriums geraten. Es fordert den Rückruf des Diesel-SUV Qashqai. - Bild: Nissan

Nun sollen die Japaner 814 Fahrzeuge des Qashqai, die nach Südkorea verkauft worden sind, zurückrufen. Zudem müsse Nissan eine Strafe von 330 Millionen Südkoreanische Won (umgerechnet 250.000 Euro) bezahlen. Das Umweltamt will zudem gegen den Chef der Nissan-Niederlassung in Südkorea bei der Staatsanwaltschaft Klage einreichen. Nissan Motor weist die Vorwürfe zurück und erklärt, niemals Geräte zur Manipulation von Abgastests eingesetzt habe. Kein Land habe Nissan bisher so etwas vorgeworfen, erklärte Nissan weiter.

Die japanische Nissan ist erst vor einigen Tagen dem angeschlagenen Wettbewerber Mitsubishi zur Seite gesprungen. Nissan Motors erwirbt für 237,4 Milliarden japanische Yen oder umgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro einen Anteil von 34 Prozent an Mitsubishi. Die Anteile will Nissan, die dadurch zum kontrollierenden Eigner von Mitsubishi werden, über eine Kapitalerhöhung zeichnen. Mitsubishi hatte Ende April eingeräumt, dass seit 1991 bei Tests getrickst wurde, um bessere Verbrauchswerte zu erreichen. Mittlerweile sieht sich das Unternehmen, nicht zuletzt in Anbetracht der Erosion des Marktwertes sowie der unabsehbaren Konsequenzen aus dem Abgasskandal, in seiner Existenz bedroht.