Sunedison Semiconductor verkauf Globalwafers

Sunedison Semiconductor geht für 683 Millionen US-Dollar an Globalwafers. - Bild: Ehsanshahoseini/Wikipedia/CC BY-SA 4.0

Dies entspreche einem Aufschlag von 78,6 Prozent auf den durchschnittlichen Schlusskurs von Sunedison Semiconductor Ltd an den 30 Handelstagen vor der Ankündigung. Am Mittwoch war das Papier mit 8,28 Dollar aus dem Handel gegangen.

"Wir sind erfreut, eine Vereinbarung erzielt zu haben, die unseren Aktionären einen deutlichen Mehrwert bringt", sagte Shaker Sadasivam, CEO der US-Gesellschaft, die einst zur derzeit unter Gläubigerschutz agierenden Solarfirma Sunedison gehörte.

Sunedison Semiconductor war im Mai 2014 im Rahmen eines Börsengangs von Sunedison abgespalten worden. Der Hedgefonds Altai Capital, der sich 2013 an der inzwischen unter immensen Schulden ächzenden Sunedison beteiligt hatte, hatte das Unternehmen zur Abspaltung des Halbleitergeschäfts gedrängt.

Sunedison Semiconductor hatte im Frühjahr angekündigt, strategische Optionen, darunter auch den Verkauf, zu prüfen. Zuvor hatte es "Interessensbekundungen" gegeben. Die Aktie war seinerzeit daraufhin um 61 Prozent in die Höhe geschnellt.

Die Boards beider Unternehmen hätten die Transaktion einstimmig genehmigt. Sie müsse nun noch von den Sunedison-Aktionären sowie den zuständigen Behörden abgesegnet werden. Im Kaufpreis seien die Schulden der Amerikaner enthalten, hieß es.

Globalwafers mit Sitz in Hsinchu gehört zu den sechs führenden Herstellern von Wafern. Sie betreibt neun Anlagen in Taiwan, China, USA, Japan, Dänemark und Polen.

Am Markt wird auf die hohen Prämien bei der Konsolidierung in der Branche verwiesen. "Die Konsolidierung in dem Sektor hält an", sagte ein Marktteilnehmer zu der Übernahme. Erst im Mai hatte das taiwanische Unternehmen das Siliziumgeschäft der dänischen Topsil gekauft. Die Prämien, die bezahlt werden, sind hoch. Den Analysten von Mainfirst zufolge werde Sunedison mit dem 11,7-fachen des 2016er EBITDA bewertet, Siltronic handele dagegen bei dem 5,9-fachen, und biete damit Aufwärtspotenzial. Für die Analysten ist die Aktie ein Outperformer, im TecDAX geht es für die Aktie um knapp 6 Prozent auf 17 Euro nach oben.