T-Mobile US hat im vierten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die amerikanische Tochter der

T-Mobile US hat im vierten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die amerikanische Tochter der Deutschen Telekom beendete ein starkes Wachstumsjahr mit einem besseren Umsatzanstieg als erwartet. - Bild: Telekom

Der viertgrößte Mobilfunkanbieter der USA warnte allerdings, dass seine Profitabilität im laufenden Quartal durch eine hohe Investition ins Kundenwachstum geschmälert werde.

Das Unternehmen hat sich in einer gesättigten Branche besser geschlagen als die größeren Konkurrenten, die nur wenige Kunden hinzugewinnen konnten. T-Mobile hat die Branche mit neuen Angeboten aufgemischt. So bietet die Telekom-Tochter keine Service-Verträge mehr an und macht ihren Kunden das Angebot, sie für Hunderte von Dollar aus ihren Verträgen mit anderen Anbietern herauszukaufen. Zudem umwirbt T-Mobile auch die nicht sehr zahlungskräftigen Abonnenten, die normalerweise als nicht kreditwürdig gelten und keine Verträge mit Handy erhalten. Seit Jahresanfang können Kunden zudem das nicht genutzte monatliche Datenvolumen aus ihren Mobilfunkverträge mitnehmen.

Die Telekom-Tochter gewann im vierten Quartal unter dem Strich 2,1 Millionen Mobilfunkkunden hinzu, davon 1,3 Millionen mit lukrativen Verträgen, die nachträglich per Rechnung bezahlt werden. Der größte Teil davon nahm zudem einen Vertrag mit Handy. Insgesamt gewann T-Mobile US 2014 unter dem Strich 4,9 Millionen Kunden hinzu, 2015 sollen es 2,2 bis 3,2 Millionen werden.

Von Oktober bis Dezember verdiente T-Mobile US 101 Millionen Dollar oder 12 Cent je Aktie, nach einem Verlust von 20 Millionen oder 3 Cent je Anteil im Vorjahresquartal. Seinerzeit hatten hohe Investitionen in das Wachstum die Bilanz belastet. Der Umsatz wuchs um 19,4 Prozent auf 8,15 Milliarden Dollar, getragen von starken Ausrüstungs- und Smartphone-Verkäufen. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten im Konsens mit einem Ergebnis von 5 Cent und Einnahmen von 7,89 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Kapitalausgaben stiegen im vergangen Quartal auf 1,3 Milliarden von 882 Millionen Dollar, denn das Unternehmen investierte weiter in sein Netz.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke