Neuer Honda-CEO, Takahiro Hachigo, sagte am Montag, Honda Motor Co erwäge derzeit keine

Neuer Honda-CEO, Takahiro Hachigo, sagte am Montag, Honda Motor Co erwäge derzeit keine Unterstützung für den angeschlagenen Airbag-Hersteller. Wegen defekter Luftkissen von Takata Corp wurden zig Millionen Autos zurück in die Werkstätten gerufen. - Bild: Honda

Der von einer Mega-Rückrufwelle betroffene japanische Kfz-Zulieferer Takata hat keine Hilfe von seinem größten Kunden Honda zu erwarten.

Dessen neuer CEO, Takahiro Hachigo, sagte am Montag, Honda Motor Co erwäge derzeit keine Unterstützung für den angeschlagenen Airbag-Hersteller. Wegen defekter Luftkissen von Takata Corp wurden zig Millionen Autos zurück in die Werkstätten gerufen. Mehrere Autohersteller waren von den Problemen mit den Airbags betroffen, die unkontrolliert platzen und Fahrzeuginsassen durch umherfliegende Metallteile verletzen können. Acht Todesfälle wurden damit in Zusammenhang gebracht. In den USA war es eine der größten Rückrufaktion aller Zeiten in der Automobilbranche. Honda war weltweit am stärksten betroffen.

Hachigo, der im Juni die Leitung des japanischen Konzerns übernahm, erklärte am Montag ebenfalls, dass Honda sein jährliches Absatzziel von 6 Millionen Autos bis März 2017 voraussichtlich nicht erreichen wird. Hachigos Vorgänger, Takanobu Ito, hatte das Ziel vor fast drei Jahren ausgegeben.

“Unsere Priorität ist es, die Marke Honda auszubauen, und um das zu erreichen, müssen wir Produkte herstellen, für die Honda steht”, sagte Hachigo bei einer Pressekonferenz in Tokio. Für das im März abgelaufene Geschäftsjahr verzeichnete Honda einen Absatzanstieg von 1 Prozent auf 4,36 Millionen Fahrzeuge.

Hachigo sagte, er sei offen, Kooperationen mit anderen Autoherstellern zu erwägen, falls das Honda Vorteile bringe. Am wichtigsten sei aber die Entwicklung eigener Technologien und Geschäftsfelder.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht