Bohrinsel Statoil

Seit Freitag sinken die Ölpreise, nachdem die OPEC bekanntgegeben hatte, dass sie ihre Förderpolitik vorerst nicht verändern wird. - Bild: Statoil

Aktuell müssen für ein Fass 39,89 Dollar gezahlt werden, 2,1 Prozent weniger als noch am Vortag. Der WTI-Preis gibt um weitere 2,2 Prozent auf 36,83 Dollar nach.

Der Fall von Brent unter die Marke von 40 Dollar könnte einen psychologischen Effekt auf den Markt haben, so ein Analyst. Auslöser der jüngsten Schwäche am Ölmarkt war das Opec-Treffen am vergangenen Freitag. Dort wurden nicht nur keine Fördersenkungen beschlossen, sondern erstmals seit langem wurde auch das Thema der Förderobergrenzen gar nicht erörtert, wie Teilnehmer sagen. Gerade mit Blick auf das wieder auf den Ölmarkt drängende Angebot aus dem Iran belaste dies das Sentiment. Damit scheint eine anhaltende Überversorgung des Marktes sicher, was die Preise im Keller halten dürfte.

Ölpreise Brent
Die Statistik zeigt die Preisentwicklung (Monatsmittelwerte) der Rohölsorte UK Brent in den letzten dreizehn Monaten. UK Brent ist die für Europa wichtigste Rohölsorte. Der Preis für ein Barrel UK Brent betrug im Mai 2015 durchschnittlich rund 64,08 Dollar. - Bild: Statista

In Europa gerät der Rohstoff-Sektor mit den weiter fallenden Ölpreisen kräftig unter die Räder und verliert 6,7 Prozent. Und auch für die entsprechenden Aktien an der Wall Street zeichnen sich deutlichere Verluste ab. Chevron und Exxon Mobil geben vor Handelsbeginn jeweils um über 2 Prozent nach.