Uber China Didi

Uber hat sein Chinageschäft an Didi Chuxing verkauft. - Bild: L.A. Foodie

Das US-Unternehmen und die Investoren von Uber China erwerben 20 Prozent an Didi Chuxing und steigen damit zum größten Aktionär auf.

Der Deal hat ein Milliardenvolumen: Bei der jüngsten Finanzierungsrunde, an der auch Apple teilgenommen hat, wurde das chinesische Unternehmen mit rund 28 Milliarden US-Dollar bewertet. Didi Chuxing ist damit eines der wertvollsten Startups Chinas. Zusammen mit der Beteiligung an dem Chinageschäft von Uber, dessen Wert bei rund 8 Milliarden Dollar liegt, ergibt sich für Didi insgesamt eine Bewertung von etwa 36 Milliarden Dollar.

Ein Informant sagte, dass Didi im Zuge der Transaktion 1 Milliarde Dollar in Uber investieren werde. Zuvor hatte das Wall Street Journal über den bevorstehenden Deal berichtet.

Die chinesische Regierung hatte jüngst die Tätigkeit von Fahrdienstvermittlern wie Uber auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Uber und Didi haben mit hohen Investitionen um Kunden am potenziell lukrativen Markt für Fahrdienstvermittlungen gebuhlt. Dies gefiel weder den Investoren noch den chinesischen Regulierern. Sie forderten ein Ende des kostspieligen Konkurrenzkampfes. Die neue Regeln, die ab November gelten, untersagen Angebote, die die Kosten nicht decken.

Uber zieht mit dem Deal einen Schlussstrich unter seine Bemühungen, in China eine unabhängige Gesellschaft aufzubauen, die im harten Konkurrenzkampf mit einem bedeutenden lokalen Rivalen steht. Die Amerikaner sind seit drei Jahren im chinesischen Wachstumsmarkt aktiv. Bis auf Apple, die allerdings zuletzt mit sich verlangsamendem Umsatzwachstum in China kämpft, konnten nur wenige Unternehmen beim Kampf um den Kunden mit den chinesischen Wettbewerbern mithalten.