Tele Columbus erwartet demnach ein Umsatzwachstum lediglich am unteren Ende der Spanne von 4 bis 6

Tele Columbus erwartet demnach ein Umsatzwachstum lediglich am unteren Ende der Spanne von 4 bis 6 Prozent und eine Steigerung der normalisierten EBITDA-Marge auf mehr als 47,5 Prozent, womit das Tele Columbus Management Team sehr zufrieden ist. - Bild: Tele Columus

Der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus AG hat im zweiten Quartal dank des Internet- und Telefoniegeschäftes mehr umgesetzt und verdient.

In Anbetracht der geplanten Investitionen in den kommenden Jahren und im Hinblick auf den aktuellen Verschuldungsgrad plant das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2015 allerdings keine Ausschüttung einer Dividende.

Die Erlöse stiegen um 2 Prozent auf 54,3 Millionen Euro, die normalisierte gesamte Betriebsleistung um 7 Prozent auf 62,2 Millionen Euro, wie am Freitag mitgeteilt wurde. Das normalisierte EBITDA legte im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 27,7 Millionen Euro zu und die EBITDA-Marge um 3,2 Prozentpunkte auf 51 Prozent.

Mit Investitionen in Höhe von 23,4 Millionen Euro steigerte Tele Columbus im Berichtszeitraum unter anderem die Zahl der an die eigene Signalversorgung angebundenen und internetfähig aufgerüsteten Haushalte um 15.000 auf 955.000 Haushalte.

Das Unternehmen bestätigte seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Darin ist allerdings noch nicht der Beitrag des kleineren Rivalen Primacom enthalten, dessen Erwerb im Juli bekannt gegeben worden war. Tele Columbus erwartet demnach ein Umsatzwachstum lediglich am unteren Ende der Spanne von 4 bis 6 Prozent und eine Steigerung der normalisierten EBITDA-Marge auf mehr als 47,5 Prozent, womit das Tele Columbus Management Team sehr zufrieden ist. Die Investitionen sollen in diesem Jahr zwischen 80 und 100 Millionen Euro liegen statt bislang 110 bis 120 Millionen Euro. Der verbleibende Betrag soll in das Jahr 2016 verschoben werden.

Der Ausblick für das gemeinsame Geschäft von Tele Columbus und Primacom wird zu einem späteren Zeitpunkt im laufenden Jahr folgen, wie es hieß. Tele Columbus hatte durch den Zukauf des Kabelnetzbetreibers seinen Verschuldungsgrad auf ein Fünffaches des normalisierten EBITDA erhöht und erwartet einen Rückgang dieses Faktors auf ein Drei- bis Vierfaches in den kommenden 18 bis 24 Monaten.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht