Timotheus Höttges: "Wir erwägen einen Verkauf von T-Online." - Bild: Telekom

Timotheus Höttges: "Wir erwägen einen Verkauf von T-Online." - Bild: Telekom

Die Deutsche Telekom hat erstmals bestätigt, sich von ihrem Portal T-Online trennen zu wollen. Auch bei der Amerika-Tochter T-Mobile US ist der Konzern offen für einen Partner.

“Wir erwägen einen Verkauf von T-Online”, sagte Telekom-Chef Timotheus Höttges am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Köln. Höttges sagte auch, dass die Telekom entsprechende Gespräche mit Interessenten führt.

Bereits seit Monaten wird darüber spekuliert, dass der Telekommunikationskonzern sich von T-Online trennen könnte. Als ein möglicher Interessent wurde das Berliner Medienhaus Axel Springer genannt. “T-Online ist heute nicht mehr die T-Online von früher, sondern wird durch Werbeeinnahmen finanziert”, sagte Höttges. Die Telekom habe sich also die Frage nach dem Zukunftspotenzial gestellt, so Höttges.

Details zum Verkaufsprozess nannte Höttges jedoch nicht.

Auch bei der Amerika-Tochter T-Mobile US ist die Telekom offen für einen Partner. Es sei die Pflicht des Vorstandes, die Rendite von T-Mobile US weiter zu steigern, sagte Höttges “Wenn wir einen Partner finden, der uns dabei hilft, werden wir dies selbstverständlich prüfen.”

Dow Jones Newswires/Handelsblatt/Guido Kruschke