Telekom Smart Home

Die auch Smart Home genannte Technologie bietet die Möglichkeit, Heizung oder auch Kaffee- oder Waschmaschine per App auf dem Smartphone von unterwegs fernzusteuern und die Wohnung zu überwachen. - Bild: Telekom

Das kündigte Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland, am Montag auf einer Branchenveranstaltung in Berlin an. Die auch Smart Home genannte Technologie bietet die Möglichkeit, Heizung oder auch Kaffee- oder Waschmaschine per App auf dem Smartphone von unterwegs fernzusteuern und die Wohnung zu überwachen.

"Mit den üblichen Insellösungen werden wir den direkten Wettstreit um den Wachstumsmarkt Smart Home mit den internationalen Anbietern verlieren", sagte Hagspihl, der Telekom-Vorstand Niek Jan van Damme auf der Veranstaltung vertrat.

So will die Telekom ihre Plattform öffnen, damit andere Unternehmen entsprechende Angebote aufbauen können. Weiterhin stellt die Telekom ihre Technologie komplett anderen Anbietern zur Verfügung, die diese dann unter eigener Marke anbieten können. Ebenso ist die Integration von Technologiepartnern, etwa Herstellern von Kameras, und Vertriebspartnern geplant, so der DAX-Konzern.

Anwendungen rund um das vernetzte Haus

Anwendungen rund um das vernetzte Haus erfreuen sich laut Telekom zunehmender Beliebtheit und seien bereits im Massenmarkt angekommen. Schwachstelle ist allerdings oft die Kompatibilität der vernetzten Geräte. So "spricht" nicht jedes Haushaltsgerät die Sprache des Systems, das sie ansteuert. Mit der offenen Plattform will die Telekom diesem Problem entgegenwirken. Zukünftig solle die Steuerung des smarten Zuhauses sogar direkt über kommende Routermodelle möglich sein, kündigte die Telekom an.

Die Offerte an potenzielle Partner ist das jüngste Beispiel dafür, wie die Telekom in Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen die Herausforderungen der zunehmenden Digitalisierung angehen will. Gemeinsam mit dem chinesischen Technologiekonzern Huawei und weiteren Partnern startete die Telekom im März ein Public-Cloud-Angebot, um insbesondere kleineren und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, Daten günstig in externen Rechenzentren zu lagern. Im Februar kündigte die Telekom eine Allianz internationaler Telekom-Unternehmen an, die multinational operierenden Konzernen eine bessere Netzanbindung bieten soll.

Produktfamilie Magenta als zentrales Angebot

Derweil will die Telekom den Bereich Smart Home genau wie Mobil- und Festnetztelefonie sowie Internet und Internet-TV in ihre Produktfamilie Magenta integrieren.

Die Deutsche Telekom hat ihre Smart-Home-Plattform vor rund drei Jahren aufgebaut. Mittlerweile zählt die Plattform bereits mehr als 40 Partnerunternehmen, wie Miele, Samsung, EnBW und e-Q3, Kärcher, Logitech, Osram, Philips, Sonos oder Netatmo, so der DAX-Konzern.

Neu hinzugekommen sei Gigaset, Hersteller von Festnetztelefonielösungen für Privat- und Geschäftskunden sowie Anbieter von Cloud-basierten Sicherheitslösungen für Smart Home. International werde die Telekom-Technologie vom niederländischen Telekomkonzern KPN und dem österreichischen Energieversorger eww genutzt.

Michael Hagspihl
Michael Hagspihl: "Mit den üblichen Insellösungen werden wir den direkten Wettstreit um den Wachstumsmarkt Smart Home mit den internationalen Anbietern verlieren." - Bild: Telekom