Yan Lida Huawei

Yan Lida: "Huawei konnte im abgelaufenen Jahr in Märkten außerhalb von China ein stärkeres Wachstum aufweisen als im Heimatmarkt." - Bild: Huawei

Das sagte der CEO der Sparte, Yan Lida, dem Wall Street Journal in einem Interview auf der Technologiemesse Cebit in Hannover.

Damit konnte die Geschäftskundeneinheit, die Netze und Server für Unternehmen herstellt, ihren Umsatz um 43,8 Prozent steigern. Da Huawei, die auch Netze für Telekomfirmen und Smartphones für Konsumenten herstellt, ihre Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr noch nicht vorgelegt hat, lassen sich die Zahlen nur schwer einordnen. Fest steht, dass die Geschäftskundensparte die kleinste von Huawei ist, der chinesische Konzern erzielte 2014 einen Gesamtumsatz von 46,5 Milliarden Dollar.

Gerade mit europäischen Unternehmen und insbesondere mit deutschen laufen die Geschäfte für die Chinesen, die auch weltweit drittgrößter Smartphone-Hersteller nach Samsung und Apple sind, gut. Der Deutschen Telekom verkaufte Huawei Technik, die es dem DAX-Konzern ermöglichen soll, den US-Platzhirschen Amazon im Cloud-Geschäft anzugreifen. Zu den Großkunden des Geschäftskundenarms von Huawei zählen auch die Deutsche Bahn und Volkswagen. Ebenfalls kooperiert Huawei mit dem Softwarehersteller SAP.

Auf der Cebit hat Huawei zudem eine Absichtserklärung mit dem Augsburger Roboterhersteller Kuka unterzeichnet. Die beiden wollen für China und Europa gemeinsame Lösungen für die vernetzte Produktion entwickeln.

Huawei konnte im abgelaufenen Jahr in Märkten außerhalb von China ein stärkeres Wachstum aufweisen als im Heimatmarkt, sagte Yan im Interview. Auch für die Zukunft bleibt er optimistisch, stellt zwar kein explosionsartiges, aber stetes Wachstum in Aussicht.

Deutsche Kunden sind dafür ein Schlüsselfaktor, denn in den USA ist der Geschäftsbereich noch recht schwach aufgestellt. "Der US-Markt ist der am meisten entwickelte und wettbewerbsintensivste", sagte Yan. Aber auch für das Geschäft in China bleibt er trotz der konjunkturellen Abkühlung dort zuversichtlich. "Um wettbewerbsfähiger zu werden, müssen die Unternehmen auch dort in IT-Infrastruktur investieren", so Yan zum Wall Street Journal.