Telekom Sendemast LTE

Die neuen Netze werden unter anderem für das autonome Fahren oder die Vernetzung von Maschinen im Internet der Dinge oder in der Telemedizin benötigt. - Bild: Telekom

"Wir sind bei 5G voll im Plan und treiben Standardisierung und Entwicklung weiter voran, damit wir 2020 oder sogar früher starten können", sagte Claudia Nemat, Telekom-Vorstand für Technologie, auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

Auf der Messe präsentierte die Telekom erstmals ein 5G-Testnetz, das wesentlich schneller und leistungsfähiger ist, als die heutigen LTE-Netze der vierten Generation. So zeigte die Telekom eine Reaktionszeit, die sogenannte Latenz, von unter einer Millisekunde, während der Datendurchsatz auf mehr als 1,5 Gigabyte pro Sekunde gesteigert werden konnte. Heute sind etwa 200 Megabyte pro Sekunde möglich.

Die neuen Netze werden unter anderem für das autonome Fahren oder die Vernetzung von Maschinen im Internet der Dinge oder in der Telemedizin benötigt.

"Intelligente Digitalisierung braucht intelligente Netze. Und zwar eine ganz neue Qualität von Netzen", sagte Telekom-CEO Timotheus Höttges auf dem Messestand des Konzerns. Der Konzern setzt auf eine Verschmelzung von Festnetz und Mobilfunk.

In Barcelona gab die Telekom auch die Gründung eines neuen Gemeinschaftsunternehmens bekannt. Gemeinsam mit der US-amerikanischen CenturyLink, der indischen Reliance und der südkoreanischen SK Telecom gründet der Konzern aus Bonn "ngena", was für Next Generation Enterprise Network Alliance steht. Ngena will in rund einem Jahr internationale Netzdienste für global operierende Konzerne anbieten.

Auf Basis von Technologie des US-Konzerns Cisco sollen die Netze der Allianzpartner miteinander verknüpft werden. Ngena will in den kommenden Jahren 20 weitere Allianzpartner hinzugewinnen. Laut Telekom wächst der Markt für Netzzugang und Transportdienste jährlich um 3,5 Prozent und hat bereits heute ein globales Volumen von 50 Milliarden Dollar.