Nokia-Chef Rajeev Suri

Nokia-Chef Rajeev Suri sagte, Nokia liege im Plan, wie angekündigt 1,2 Milliarden Euro an Kosten jährlich ab 2018 einzusparen. Die Restrukturierungskosten und andere Belastungen würden sich aber auf 1,7 Milliarden Euro summieren und nicht wie angekündigt auf 1,2 Milliarden. - Bild: Nokia

Wegen der sinkenden Nachfrage und dem steigenden Wettbewerb treten die Finnen erneut auf die Kostenbremse.

Auf einem Investorentag am Dienstag in Barcelona kündigte Nokia an, im Kerngeschäft mit Netzausrüstung würden die Nettoumsätze 2017 im Einklang mit dem Gesamtmarkt fallen. Dieser werde dabei mit einer niedrig einstelligen Rate schrumpfen. Nicht nur sei der Markt wettbewerbsintensiver geworden, auch gebe es weniger Projekte zum Netzausbau durch die Telekomdienstleister.

Viele Telekomfirmen haben inzwischen auf den Mobilfunkstandard der vierten Generation umgestellt und nun erst einmal keinen großen Bedarf mehr für weitere Mobilfunkinvestitionen. Gleichzeitig drängt der chinesische Wettbewerber Huawei aggressiv in den Markt und macht den europäischen Anbietern Nokia und Ericsson das Leben schwer.

Vergangenen Monat hatte Nokia bereits enttäuschende Drittquartalszahlen vorgelegt. Nach einem Umsatzrückgang mit Netzwerkausrüstung um 12 Prozent schrieben die Finnen rote Zahlen.

2018 soll es aufwärts gehen

Nokia-Chef Rajeev Suri sagte, Nokia liege im Plan, wie angekündigt 1,2 Milliarden Euro an Kosten jährlich ab 2018 einzusparen. Die Restrukturierungskosten und andere Belastungen würden sich aber auf 1,7 Milliarden Euro summieren und nicht wie angekündigt auf 1,2 Milliarden. Nokia habe neue Initiativen gestartet, um sich auf die schwierigen Marktbedingungen einzustellen. Dazu gehörten eine weitere Kostenreduzierung und Maßnahmen zur optimalen Nutzung der verschiedenen Werke.

Der Nokia-Chef sagte, die Finnen wollten sich auch in angrenzenden Marktbereichen engagieren, die sich besser entwickeln und dadurch höhere Renditen ermöglichen. Insgesamt will Nokia die Marge im Netzwerkgeschäft kommendes Jahr auf 8 bis 10 Prozent steigern. Für das laufende Jahr strebt der Netzausrüster eine Marge von 7 bis 9 Prozent an. Langfristig will Nokia hier 10 bis 15 Prozent erreichen.

Für 2016 kündigte Nokia zudem an, eine Dividende von 17 Cent je Aktie vorschlagen zu wollen.