Zusammen mit BAE, MBDA, Leonardo, Rolls-Royce wollen mit der Royal Air Force einen britischen Nachfolger für den Eurofighter Typhoon entwickeln

Zusammen mit BAE, MBDA, Leonardo, Rolls-Royce wollen mit der Royal Air Force einen britischen Nachfolger für den Eurofighter Typhoon entwickeln. - Bild: Pixabay

Eine Entscheidung über den Bau will Großbritannien bis zum Jahr 2025 fallen. Bis dahin will die Regierung 2 Milliarden britische Pfund (2,26 Milliarden Euro) in die Untersuchung und Vorentwicklung stecken.

Deutschland und Frankreich hatten sich bei der Frage eines neuen Kampfjets nach dem Brexit-Entscheid von den Briten wegbewegt. Der europäische Airbus-Konzern und der Flugzeugbauer Dassault wollen gemeinsam einen Eurofighter-Nachfolger entwickeln. Die Briten - beim Eurofighter noch mit im Boot - könnten dabei außen vor bleiben. Zuletzt hatten sich Politiker und Unternehmen aus der EU wieder offener für eine britische Beteiligung gezeigt.

Das Bündnis "Tempest" der Royal Air Force mit den Herstellern BAE Systems, Leonardo, MBDA und Rolls-Royce soll das Flugzeug entwickeln. Bis 2020 sollen zunächst die Anforderungen geklärt werden. Geplant ist, dass der Jet die bestehende Eurofighter-Flotte ergänzt und möglicherweise ersetzt. Die Mehrzweck-Kampfjets des Typs F-35 von Lockheed Martin, die die Briten ebenfalls bestellt haben, sollen den neuen Flieger im Einsatz ebenfalls gut ergänzen.

Den Briten geht es dabei neben der Unabhängigkeit auch um den Erhalt von rund 18 000 Arbeitsplätzen im eigenen Land. BAE Systems baut im Kooperation etwa mit Airbus einen Teil der Eurofighter, und auch am F-35-Programm ist der Konzern beteiligt. Die Briten halten für ihren Flieger auch nach weiteren Partnerländern Ausschau - etwa Schweden, wo der Flugzeugbauer Saab den Kampfjet Gripen fertigt.

  • Lockheed Martin,Entstehungsgeschichte

    Vor über hundert Jahren gründete Glenn L. Martin am 16. August 1912 die Firma Glenn L. Martin in Los Angeles, Kalifornien. Vier Monate später, am 19. Dezember 1912 gründeten Allan und Malcolm Lockheed die Alco Hydro-Airplane Company, die später in Lockheed Aircraft Company umbenannt wurde. Der Zusammenschluss zur Lockheed Martin Cooperation erfolgte 1955 - Bild: Lockheed Martin

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    Der Rüstungskonzern hat sich mittlerweile in verschiedenen Bereichen spezialisiert. Zum Produktporfolio gehören Flugzeuge, Raketen und Sensoren. In Zusammenarbeit mit Großbrittanien sollte das "Allzweckflugzeug" F-35 realisiert werden. - Bild: Lockheed Martin

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    Der umstrittene Kampfjet F-35 wird seit 2011 serienmäßig produziert. Der ursprünglich als Allzweckflugzeug geplante Jet wird mittlerweile in 3 Varianten hergestellt. Hauptabnehmer ist die US-amerikanische Air-Force. Bisher sind mehr als 200 Modelle auf dem Markt. - Bild: Lockheed Martin

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    Die Vorteile des Kampfjets sind, dass er nur eine kurze Startbahn benötigt und die Landung komplett senkrecht erfolgt. - Bild: Lockheed Martin

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    Der Rüstungskonzern nutz für die F-35 das Pratt & Whitney F135 Triebwerk mit Schwenkdüse und Hubfan. Der Schub beträgt 181,3 kN, ohne Nachbrenner nur 120 kN. - Bild: Lockheed Martin

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    Die Länge des Jets beträgt 15,57 Meter. In der Höhe misst das Flugzeug 4,57 Meter. Die Reichweite beträgt ungefähr 1.665 Kilometer - Bild: Lockheed Martin

Angesichts der Unklarheiten um den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union und dadurch drohende Handels- und Zollschranken hatte Airbus seine Präsenz auf der Insel in Frage gestellt. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern beschäftigt auf der Insel rund 14.000 Mitarbeiter. In den britischen Werken Filton und Broughton werden alle Flügel der Airbus-Verkehrsjets entworfen und hergestellt. An der britischen Zulieferkette hängen nach Konzernangaben rund 110.000 Jobs.