Tesla-Chef Elon Musk hatte den Beginn der Auslieferungen des Model X (Bild) innerhalb der nächsten

Tesla-Chef Elon Musk hatte den Beginn der Auslieferungen des Model X (Bild) innerhalb der nächsten drei bis vier Monate in Aussicht gestellt. Später hatte das Unternehmen einen Termin Ende des dritten Quartals bestätigt. - Bild: Tesla

Beim Verkaufsstart des Model X des US-Elektroautobauers Tesla sollten nicht nur Autotester und Autoenthusiasten auf den Zeitplan schauen, sondern auch die Aktionäre.

Tesla-Chef Elon Musk hatte auf der Hauptversammlung vergangene Woche den Beginn der Auslieferungen dieses sportlichen Geländewagens (SUV) innerhalb der nächsten drei bis vier Monate in Aussicht gestellt. Später hatte das Unternehmen einen Termin Ende des dritten Quartals bestätigt.

Müssen sich Anteilseigner Sorgen machen?

Ja, dieser Zeitplan könnte für die Anteilseigner jedoch ein Anlass zur Sorge sein. Tesla hat für dieses Jahr insgesamt 55.000 Auslieferungen prognostiziert. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein guter Verkaufsstart für die X-Reihe notwendig. Denn der Absatz des derzeit einzigen Typs, der Limousine Model S, wächst nicht so kräftig wie erhofft.

Tesla kalkuliert für das zweite Quartal mit 10.000 bis 11.000 verkauften Fahrzeugen nach 10.045 in den ersten drei Monaten 2015. Zusammen macht das nicht einmal 40 Prozent des Jahresziels aus. Damit werden die verbleibenden Monate des Jahres entscheidend für Tesla.

X-Verkäufe sollen 36 Prozent bringen

Alleine für das Schlussvierteljahr rechnen Analysten mit einem Umsatz im Automobilgeschäft von 1,9 Milliarden US-Dollar. Das entspräche 36 Prozent der Umsatzprognose, was aber nur mit lebhaften X-Verkäufen erreicht werden dürfte.

Dazu kann das Unternehmen aus dem kalifornischen Palo Alto eine Beschleunigung bei den Erlösen angesichts der hohen Ausgaben sehr gut gebrauchen. Erst vor kurzem hatte Tesla sich bei einem Bankenkonsortium einen neuen revolvierenden Kredit über bis zu 750 Millionen Dollar gesichert.

Die Aktie hatte bis zum Wochenende seit Jahresbeginn gut 24 Prozent Gewinn eingefahren. Jetzt müssen die Aktionäre darauf hoffen, dass die Prognose von Elon Musk nicht im Stau stecken bleibt. Aktuell geht es – zusammen mit dem schwächelnden Gesamtmarkt – um rund 1,4 Prozent auf 248 Dollar nach unten.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht