Tesla_Elon_Musk

Smarter Entrepreneur: Tesla-Chef Elon Musk. - Bild: Tesla

Tesla werde das System jetzt nicht abschalten, sagte Musk dem Wall Street Journal - denn letztlich rette es Leben. Allerdings wüssten viele Leute nicht, "was das System ist und wie man es einschaltet", sagte Musk. Daher werde Tesla die Funktionsweise in einem Extra-Blog besser erklären.

Der kalifornische Autohersteller hatte das Autopilot-System im vergangenen Jahr vorgestellt. Es lässt Autos automatisch die Spur wechseln, die Geschwindigkeit verändern und die Bremse auslösen.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht derzeit zwei Unfälle mit einem Tesla-Auto. Anfang Mai starb der Fahrer eines Model S mit eingeschaltetem Autopiloten, als ein Lastzug im rechten Winkel die Straße kreuzte. Die Bremsfunktion wurde nicht ausgelöst. Anfang Juli passierte ein weiterer Unfall; noch wird untersucht, ob der Autopilot eingeschaltet war oder nicht.

Tesla droht Bußgeld

Die NHTSA setzte Tesla am Dienstag eine erste Frist bis zum 29. Juli, Informationen über das Autopilot-System zu liefern; bis zum 26. August muss das Unternehmen vollständige Unterlagen geliefert haben. Ist die Behörde nicht zufrieden, kann sie ein Bußgeld von 21.000 Dollar pro Tag verhängen.

Tesla hatte das Autopilot-System bereits nach Bekanntwerden des tödlichen Unfalls verteidigt. Es sei der erste solche Unfall nach 200 Millionen gefahrenen Kilometern. Im normalen Straßenverkehr gebe es im US-Durchschnitt dagegen alle 150 Millionen Kilometer einen tödlichen Unfall. Der Konzern betont auch stets, dass das System in einer Beta-Version aufgespielt ist - die Fahrer müssen auch bei Autopilot-Fahrten jederzeit die Hände am Lenker halten und die Verantwortung für ihre Fahrten ausüben.