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Beim zu Tesla gehörenden Roboter-Hersteller Grohmann Engineering droht womöglich ein Streik der IG Metall. - Bild: Tesla

Man wolle nicht streiken, sagte der zuständige IG-Metall-Vertreter Patrick Georg. Das werde nur passieren, wenn sich Tesla weigert, einen Vertrag auszuhandeln.

Ein Streik könnte Tesla schaden. Der Elektroautobauer bereitet gerade die Produktion seines Massenmarkt-Autos Model 3 vor. Musk will die Fertigung seines Unternehmens von 84.000 Fahrzeugen im vergangenen auf 500.000 Autos im kommenden Jahr steigern.

Grohmann, das mittlerweile Tesla Grohmann Automation heißt, ist Teil der Pläne Musks, die Produktion von Tesla auszubauen. Musk schwebt eine hochgradig automatisierte und effiziente Fertigung vor, die sich schnell an Nachfrageschwankungen anpassen kann. Er nennt das eine "Maschine, die eine Maschine baut".

Tesla bestreitet, den Grohmann-Mitarbeitern 30 Prozent unter Tarif zu bezahlen und verwies auf eine Ankündigung in der vergangenen Woche, dass jeder Mitarbeiter 10.000 Euro in Tesla-Aktien mit bestimmten Haltefristen erhält, außerdem eine Barzahlung von 1.000 Euro. Tesla bestreitet zudem, dass sich die Mitarbeiter zunehmend der Gewerkschaft zuwenden. Der Konzern teilte mit, dass 100 Mitarbeiter eine Petition gegen die Gewerkschaft unterschrieben haben.

"Wir arbeiten weiterhin direkt mit den Beschäftigten bei Tesla Grohmann zusammen und sind bereit für mögliche von der Gewerkschaft initiierte Maßnahmen", teilte Tesla mit. "Wir rechnen nicht mit Auswirkungen auf den Zeitplan für das Model 3."