Um Tesla profitabel zu machen, will Firmenboss Elon Musk wohl 3.000 Mitarbeiter entlassen

Um Tesla profitabel zu machen, will Firmenboss Elon Musk wohl 3.000 Mitarbeiter entlassen. - Bild: Pixabay

Musk hat angekündigt, neun Prozent der Tesla-Mitarbeiter zu entlassen. Laut dem Jahresbericht von 2017 hat das Unternehmen rund 37.500 Mitarbeiter. Somit wären von den Kündigungen mehr als 3.000 Arbeitsplätze betroffen. Allerdings hatte der E-Autobauer zuletzt stark expandiert, so dass auch durchaus mehr Mitarbeiter betroffen sein könnten.

Den harten Schritte begründete Musk damit, dass Tesla Kosten senken müsse, um profitabel zu werden. Wie der als "Guru der E-Mobility" verklärte Firmengründer weiter ausführte, würden vor allem die Stellen abgebaut, die im Zuge des Wachstums der vergangenen Jahre doppelt besetzt wurden oder überflüssig geworden seien. Die Fertigung des Hoffnungsträgers Model 3 sei aber nicht betroffen, hieß es. Doch genau in dieser Fertigung hakt es gewaltig: Eigentlich will Tesla schon seit Ende des vergangenen Jahres 5.000 Model 3 pro Woche von den Bändern rollen lassen - aktuell erreicht die Produktion mit Hängen und Würgen gerade einmal 3.500 Autos.

Dabei hatte Tesla massiv in die Herstellung des neuen Autos investiert. Doch 2017 stand unter dem Strich eine massiv rote Zahl: 2 Milliarden Dollar Verlust musste Musk vermelden, dessen Investoren mittlerweile ungeduldig werden. Für das dritte Quartal hat Musk Gewinne angekündigt - doch an den diesbezüglichen Aussagen der einstigen Lichtgestalt werden immer mehr Zweifel laut. Sollte die Model-3-Produktion jedoch in nächster Zukunft ihr Soll erreichen, könnte Musks Masterplan von der Durchdringung des Massenmarktes immer noch aufgehen.

Doch auch der Visionär Musk zeigt langsam Einsicht. Zwar sei Gewinn für ihn und Tesla keine Motivation - doch ohne positive Bilanzen ließe sich eben auch kein Unternehmen betreiben: "Wir werden unsere Mission niemals erfüllen können, wenn wir nicht irgendwann demonstrieren, dass wir dauerhaft profitabel sein können", sagte er.

 

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