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Tesla hatte die Einführung des Model X mehrfach verschoben. - Bild: Tesla

Tesla macht den Zulieferer für Verzögerungen bei seinem Elektro-SUV Model X verantwortlich: Hoerbiger habe seine Fähigkeit, die Flügeltüren für den Model X zu entwickeln, falsch dargestellt. Aus diesem Grund habe Tesla in letzter Minute den Zulieferer wechseln müssen, was zu Verzögerungen beim Model X geführt habe.

Nach Darstellung von Tesla ist es dem Hydraulik-Technik-Anbieter Hoerbiger nicht gelungen, zwischen Februar 2014 und Mai 2015 Flügeltüren für den Model X zu entwickeln, die den technischen Standards von Tesla entsprochen hätten. Die Prototypen von Hoerbiger hätten Öl verloren, seien heruntergeklappt oder hätten sich überhitzt, so dass die Türen schlussendlich nicht mehr funktioniert hätten.

Im Mai vergangenen Jahres hatte Tesla sich deswegen von den Prototypen von Hoerbiger verabschiedet und ein neues elektromechanisches System für die Flügeltüren, dem Markenzeichen des Model X, entwickelt, und einen neuen Zulieferer gesucht. Hoerbiger pocht laut Tesla jedoch auf seinen Vertrag mit dem Elektroautohersteller und verlangt weitere Zahlungen. Das Gericht soll nun feststellen, dass Tesla keinen Vertragsbruch begangen hat und Hoerbiger kein weiteres Geld mehr zusteht.

Von Hoerbiger war zu den Vorwürfen zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Tesla hatte die Einführung des Model X mehrfach verschoben. Ursprünglich sollte der Elektro-SUV mit den charakteristischen Flügeltüren Ende 2013 in die Produktion gehen. Ende 2014 kündigte Tesla dann die Markteinführung des Model X für die erste Hälfte des vergangenen Jahres an, doch es dauerte schließlich bis Ende 2015, bis Tesla die Produktion richtig anfuhr. Mittlerweile fertigen die Kalifornier nach eigener Aussage aber 238 Model X pro Woche.