Die neue Kapitalerhöhung deutet darauf hin, dass die Pläne von Tesla-Gründer Elon Musk offenbar

Die neue Kapitalerhöhung deutet darauf hin, dass die Pläne von Tesla-Gründer Elon Musk offenbar kostspieliger sind als gedacht. Der Selfmade-Milliardär will die weltweite Autobranche mit seinen Elektrofahrzeugen aufmischen. - Bild: Tesla

Die Kapitalerhöhung von Tesla fällt höher aus als angekündigt. Der Elektroautopionier wird mehr Anteile verkaufen und dadurch über 140 Millionen US-Dollar zusätzlich einnehmen.

Tesla hatte am Donnerstag angekündigt, 2,1 Millionen Aktien zu verkaufen, nun sollen es rund 2,69 Millionen werden. Die Tesla-Aktie kletterte bereits nach Bekanntgabe der Kapitalerhöhung. Im vorbörslichen US-Handel am Freitag legt die Aktie erneut um 1 Prozent auf 244,75 Dollar zu. Bei einem Angebotspreis von 242 Dollar je Aktie würde das Unternehmen etwa 652 Millionen Dollar einnehmen.

Mit dem Erlös sollen die hohen Ausgaben für Projekte wie das Model 3 und eine Batterienfabrik in Nevada finanziert werden, wie die Tesla Motors Inc mitteilte. Die Batterienfabrik soll voraussichtlich 2016 ihre Tore öffnen. Wegen der hohen Investitionen in künftige Projekte hat der Elektroautohersteller im August für das zweite Quartal einen fast drei Mal so hohen Nettoverlust wie im Vorjahreszeitraum ausgewiesen.

Teslas Ausgaben wachsen genauso rasant wie die Ambitionen des Auto-Newcomers. Vorstandschef Musk will dieses Jahr rund 55.000 Fahrzeuge absetzen, in fünf Jahren sollen es fast zehn Mal so viele sein. Das neue Crossover-Fahrzeug Model X will Musk gegen Ende des dritten Quartals vom Band laufen lassen. Seit Anfang 2013 hat das Unternehmen mehr als 4 Milliarden Dollar bei Investoren eingesammelt.

Die neue Kapitalerhöhung deutet darauf hin, dass die Pläne von Tesla-Gründer Elon Musk offenbar kostspieliger sind als gedacht. Der Selfmade-Milliardär will die weltweite Autobranche mit seinen Elektrofahrzeugen aufmischen. Zudem arbeitet Tesla auch an anderen Projekten, etwa Batterien fürs Eigenheim und sogar die Industrie. Um diese langfristigen Ziele zu stemmen, braucht die Musk-Firma eine ganze Menge Geld.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht