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Thyssenkrupp hat sich recht ordentlich in seinem ersten Geschäftsquartal geschlagen. - Bild: Thyssenkrupp

Der DAX-Konzern hatte sich im Januar auf seiner Hauptversammlung bereits zuversichtlich für das Ergebnis im ersten Quartal gezeigt. Thyssenkrupp habe sich im Rahmen seines Ausblicks entwickelt. Damit sei der Konzern auf gutem Weg, seine Gesamtjahresziele zu erreichen, hatte Thyssen-Chef Heinrich Hiesinger damals gesagt. Für das erste Quartal hatte Thyssen zuvor ein operatives Ergebnis von 300 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Beim Umsatz erreichte das Unternehmen nun 10,1 Milliarden Euro, nach 9,5 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich stand mit 8 Millionen Euro wieder ein Gewinn. Im ersten Quartal 2015 hatte Thyssen noch einen Verlust von 23 Millionen Euro nach Dritten geschrieben. Die Analysten hatten auf ein Ergebnis von 92 Millionen Euro gehofft, bei Einnahmen von 9,8 Milliarden Euro.

Für das im Oktober begonnene Geschäftsjahr zeigte sich der Konzern weiterhin vorsichtig optimistisch. Thyssenkrupp stellt ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,7 Milliarden Euro in Aussicht. Der Jahresüberschuss soll sich deutlich verbessern.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Thyssen wegen der niedrigeren Werkstoffpreise einen Gewinnrückgang verzeichnet. Mit den Preisen ging es jetzt jedoch wieder aufwärts. Die Werkstoffsparte Materials Services steigerte ihr bereinigtes EBIT kräftig von 3 Millionen auf 51 Millionen Euro. Im europäischen Stahlgeschäft wird sich dies wegen des hohen Anteils an langfristigen Verträgen aber erst im Laufe des Jahres zeigen. Im Auftaktquartal brach das operative Ergebnis noch von 51 Millionen auf 28 Millionen Euro ein.

Erneut Verbesserungen zeigte auch die amerikanische Stahlsparte, die nur noch aus einem Werk in Brasilien besteht: Das Ergebnis des Konzernteils kletterte von einem Verlust von 74 Millionen auf plus 37 Millionen Euro. Positiv entwickelte sich zudem erneut das Aufzugsgeschäft, dessen operatives Ergebnis um 6 Prozent auf 215 Millionen Euro stieg.

Thyssen profitierte dabei auch von seinem Sparprogramm. Alleine im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen seine Kosten um knapp 1 Milliarde Euro gesenkt. Für das laufende Geschäftsjahr hat Thyssenkrupp ein Sparziel von 850 Millionen Euro ausgegeben.

Angesichts der großen Schwankungen auf den Werkstoffmärkten will Konzernchef Hiesinger Thyssenkrupp stärker auf die Industrie- und Servicegeschäfte ausrichten. Vor diesem Hintergrund verhandelt der Konzern mit Tata Steel über eine Zusammenführung der europäischen Stahlaktivitäten. Zu diesem Thema enthielt die Pressemitteilung aber keine Neuigkeiten.

Thyssenkrupp leidet wie andere Stahlunternehmen unter hohen Überkapazitäten in Europa, die Hiesinger früheren Angaben zufolge auf 20 bis 30 Millionen Tonnen bezifferte.