Thyssenkrupp

Thyssenkrupp will seinen Stahlbereich in ein Gemeinschaftsunternehmen mit den europäischen Aktivitäten des indischen Tata-Konzerns einbringen. - Bild: Thyssenkrupp

Vor einer geplanten Großdemonstration gegen die Fusionspläne von Thyssenkrupp mit der indischen Tata Gruppe haben die Angestellten des größten deutschen Stahlkonzerns die Produktion weitgehend zum Erliegen gebracht. Die Anlagen in Duisburg seien mit Beginn der Frühschicht heruntergefahren worden, berichten verschiedene Zeitungen und Nachrichtenagentur dpa. Eine Notbesatzung sichere, dass es zu keinen Schäden komme. Erst am Nachmittag soll die Arbeit wieder normal aufgenommen werden.

Für den Freitag haben Betriebsrat und IG Metall zu einer Großdemonstration in Bochum aufgerufen, zu der mindestens 5.000 Teilnehmer erwartet werden.

In dieser Woche hatte Thyssenkrupp eine Grundsatzvereinbarung mit Tata für eine Fusion der europäischen Stahlsparten geschlossen und in diesem Zuge den Wegfall von 2.000 Arbeitsplätzen in Deutschland angekündigt.

Das neue Unternehmen mit dem Namen Thyssenkrupp Tata Steel soll seinen Sitz in der Region Amsterdam haben. Das 50-50-Joint-Venture würde einen Pro-forma-Umsatz von etwa 15 Milliarden Euro erwirtschaften, einen Versand von etwa 21 Millionen Tonnen Flachstahl pro Jahr haben und etwa 48.000 Mitarbeiter an aktuell 34 Standorten beschäftigen.

Die Gewerkschaft und die Belegschaftsvertreter werfen dem ThyssenKrupp-Vorstand vor, die geplante Fusion mit Tata Steel über die Köpfe der Arbeitnehmer hinweg zu betreiben.

kko/DJ/dpa