Thyssenkrupp

Der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp hat die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen. - Bild: Thyssenkrupp

Diese soll auf Unternehmensseite von Personalvorstand und Arbeitsdirektor Oliver Burkhard und auf Arbeitnehmerseite von IG-Metall-Sekretär Markus Grolms geleitet werden, teilte der DAX-Konzern mit.

Thyssenkrupp und Tata Steel wollen ihre europäischen Flachstahl-Aktivitäten in einem paritätischen Gemeinschaftsunternehmen zusammenlegen und dadurch zum zweitgrößten Stahlproduzenten Europas nach Arcelormittal aufsteigen. Thyssenkrupp verspricht sich davon erhebliche Größenvorteile und bessere Zukunftschancen auf dem hart umkämpften und von Überkapazitäten gekennzeichneten Markt. Allerdings würden bei der Gründung eines solchen Joint Venture etwa 2.000 Stellen bei Thyssenkrupp dem Rotstift zum Opfer fallen.

Mehr als 7000 Stahlfusion-Gegner

Mehr als 7.000 Menschen hatten am Freitag auf Aufruf der IG Metall in Bochum gegen die geplante Stahlfusion protestiert. Die Gewerkschaft fürchtet weitere Stellenstreichungen zu einem späteren Zeitpunkt sowie Standortschließungen und spricht sich auch gegen die geplante Verlegung des Unternehmenssitzes in die Niederlande aus, um die Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Unternehmen zu gewährleisten.