ThyssenKrupp bietet die Verlagerung von Geschäften nach Australien an, um einen milliardenschweren

ThyssenKrupp bietet die Verlagerung von Geschäften nach Australien an, um einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag in dem Land zu erhalten. - ThyssenKrupp

Der deutsche Industriekonzern ThyssenKrupp bietet die Verlagerung von Geschäften nach Australien an, um einen milliardenschweren U-Boot-Auftrag in dem Land zu erhalten.

ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) könnte den U-Boot-Support für einen großen Teil Asiens und den indischen Ozean in Australien ansiedeln, wenn das Unternehmen den mehr als 20 Milliarden US-Dollar schweren Auftrag für acht konventionelle U-Boote bekomme, sagten hochrangige Manager am Dienstag.

Zu Beginn von Gesprächen mit australischen Unternehmen, die Interesse an einer Beteiligung an dem Projekt haben, erklärte ThyssenKrupp Marine Systems, der lokale Schiffsbausektor habe die Kompetenz zum U-Boot-Bau. Australien könne zur Drehscheibe für die Wartung von Schiffen werden, die an Länder wie Indonesien, Thailand oder Singapur verkauft würden.

Die ThyssenKrupp-Tochter ist eins von drei Unternehmen, die sich um den Auftrag bemühen und hat dazu auch eine australische Tochtergesellschaft gegründet. Die Regierung hat neben Deutschland auch Japan und Frankreich eingeladen, sich zu bewerben und will später in diesem Jahr darüber entscheiden.

Australien möchte seine in die Jahre gekommene U-Boot-Flotte schnellstmöglich ersetzen. Das Projekt wurde von politischen Querelen überschattet, ob die U-Boote in Australien gebaut werden sollten oder günstiger in Übersee. Damit allerdings würde die Regierung ein Wahlversprechen brechen, denn sie hatte zugesagt, die Boote in Australien bauen zu lassen, und heftige Gegenreaktionen wegen des Verlustes von Arbeitsplätzen in der Fertigung riskieren.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke