Heinrich Hiesinger

Vor einer möglichen Neuordnung in der Stahlindustrie bekommt Thyssen-krupp-Chef Heinrich Hiesinger Rückendeckung vom Großaktionär Krupp-Stiftung. - Bild: Thyssenkrupp

"Die europäische Stahlindustrie ist derzeit bekanntlich in einer sehr schwierigen Situation", sagte Krupp-Stiftungschefin Ursula Gather der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. "Dass es seit längerer Zeit Gespräche zwischen den Stahlproduzenten in Europa gibt, um zu Lösungen zu kommen, liegt auf der Hand."

Auf die Frage, ob Thyssenkrupp bei einem Stahl-Gemeinschaftsunternehmen die Mehrheit haben sollte, sagte Gather: "Es gibt hier viele Möglichkeiten, von Kooperationen, Fusionen, bis hin zu Zusammenschlüssen ohne Cash-Fluss. Diejenigen, die auf Seiten von Thyssenkrupp verhandeln, werden die Optionen richtig in den Blick nehmen."

Spekulationen über eine Fusion der Thyssenkrupp-Stahlsparte mit dem indischen Konzern Tata hatten die Aktienmärkte bewegt.

Mit der Arbeit von Konzernchef Hiesinger sei sie zufrieden, betonte Gather. Sie ermunterte ihn auch dazu, das lukrative Aufzuggeschäft im Konzern zu behalten, obwohl zuweilen der Ruf nach einem Verkauf des Gewinnbringers laut wird. Dass sich der Vorstand von Thyssenkrupp gegen einen solchen Spartenverkauf ausspreche, sei "nachvollziehbar und die Argumente sind stichhaltig", sagte sie der Zeitung.