FRANKFURT (Dow Jones)–”Zehn unserer Angestellten aus unserem Büro in Kairo wurden am Wochenende nach Deutschland ausgeflogen”, sagte die Sprecherin. 60 weitere Ausländer blieben vorerst in Port Said, was rund 170 km nordöstlich der Hauptstadt liegt und wo die Lage der Sprecherin zufolge “ruhig” ist.

“Wir stehen in engem Kontakt mit der deutschen Botschaft und dem Außenministerium und beobachten die Situation”, ergänzte die ThyssenKrupp-Vertreterin. Wenn nötig, könnten die verbliebenen Ausländer relativ kurzfristig aus dem Land abgezogen werden. Den einheimischen Angestellten im “Umfeld” von Kairo seien angewiesen worden, zu Hause zu bleiben. Insgesamt beschäftigt ThyssenKrupp in dem Land rund 1.800 Menschen.

Trotz der politischen Unruhen in ägyptischen Großstädten gehen der Sprecherin zufolge die Bauarbeiten an einer petrochemischen Anlage in Port Said weiter. Dort baut die Uhde GmbH, eine Tochter der in Duisburg und Essen ansässigen ThyssenKrupp AG, eine Fabrik für Propylen und Polypropylen mit einer jährlichen Kapazität von 700.000 Tonnen.