Thyssenkrupp

Thyssenkrupp soll aufgeteilt werden. - Bild: Thyssenkrupp

Der Vorstand ist überzeugt, dass sich die Geschäfte in dieser Neuaufstellung besser entwickeln und auf ihre Stärken konzentrieren können. Beide Unternehmen sollen den Namen Thyssenkrupp weiterführen.

Die Teilung in zwei Unternehmen wird als Abspaltung erfolgen. Aktionäre der Thyssenkrupp AG werden nach der Teilung zwei Aktien halten: eine der künftigen Thyssenkrupp Materials AG (bisher Thyssenkrupp AG) und eine der neuen Thyssenkrupp Industrials AG.

An der Thyssenkrupp Materials AG werden die bestehenden Aktionäre weiterhin 100 Prozent halten, an der Thyssenkrupp Industrials AG zunächst eine deutliche Mehrheit. Der verbleibende Anteil wird anfänglich als Rückbeteiligung von der Thyssenkrupp Materials AG gehalten.

Damit werde eine angemessene Kapitalausstattung der Thyssenkrupp Materials AG sichergestellt, heißt es seitens des Konzerns. Schulden und Pensionsverpflichtungen werden auf beide Unternehmen verteilt. Damit erhalten beide Gesellschaften laut einer Pressemitteilung eine bessere Kapitalausstattung, die ihnen einen guten Start ermögliche.

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Zwei Gesellschaften mit eindeutiger Ausrichtung

Die Teilung in zwei unabhängige Unternehmen soll einer klaren industriellen Logik folgen: Thyssenkrupp Industrials wird aus drei Einheiten bestehen: erstens dem Aufzuggeschäft, zweitens dem Automobilzulieferergeschäft und drittens dem Kernanlagenbau.

Die Aufzüge bleiben in ihrer heutigen Aufstellung unverändert. Components Technology wird auf das Automobilgeschäft konzentriert. Die Großwälzlager (Bearings) und das Schmiedegeschäft (Forged Technologies) werden aus dem Bereich ausgegliedert. Neu hinzu kommt der Bereich System Engineering, der beispielsweise Produktionsstraßen für Autos baut und heute bei Industrial Solutions angesiedelt ist. Die dritte Säule der Industriegeschäfte werde in Zukunft der Kernanlagenbau sein. Thyssenkrupp Industrials werde demnach ein reines Industriegüterunternehmen.

Der andere Teil - Thyssenkrupp Materials - wird aus den folgenden Einheiten bestehen: dem Werkstoffhandel Materials Services, dem 50-Prozent-Anteil an dem künftigen Stahl-Joint-Venture, den Großwälzlagern, dem Schmiedegeschäft sowie dem Marinegeschäft.

Damit entsteht laut Unternehmensangaben ein Werkstoffkonzern, der die Stahl- und Edelstahlproduktion, den Materialhandel sowie die stahlnahe Weiterverarbeitung vereint, über eine führende Marktposition in Europa verfügt und aus einer Position der Stärke heraus auch Konsolidierungschancen nutzen kann.

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Hauptversammlung muss noch zustimmen

Die beiden Unternehmen werden eine vergleichbare Größenordnung haben: Auf der Basis von Pro-forma-Zahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 würde die Thyssenkrupp Industrials AG mit rund 90.000 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 16 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Thyssenkrupp Materials AG käme mit knapp 40.000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von etwa 18 Milliarden Euro.

Die genaue Ausgestaltung der Teilung, etwa die Transaktionsstruktur, das Finanzierungskonzept und die Führungsmodelle beider Gesellschaften, werden nach Zustimmung des Aufsichtsrats der Thyssenkrupp AG in einem sorgfältigen Prozess ausgearbeitet.

Über die Teilung muss dann die Hauptversammlung der Thyssenkrupp AG entscheiden. Dies könnte in 12 bis 18 Monaten geschehen.

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