Thyssenkrupp

Thyssenkrupp ist nach dem Stahl-Deal bereit für Zukäufe. - Bild: Thyssenkrupp

Thyssenkrupp sei darauf vorbereitet. Neben Zukäufen in den bestehenden Geschäftsfeldern - Aufzüge, Anlagenbau, Autokomponenten - hält er den Einstieg in neue Bereiche für möglich. "Wir sehen uns alle Optionen an."

 Eigenkapitalquote dürfte sich verdreifachen

Thyssenkrupp will sein Stahlgeschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Tata Steel Europe einbringen. Hiesinger will die Pläne am Wochenende den Aufsichtsräten darlegen, die Zustimmung der Kontrolleure soll in einigen Monaten folgen. Da neben dem Aufsichtsrat auch die Kartellbehörden dem Joint Venture zustimmen müssen, dürfte sich der Abschluss des Deals noch anderthalb Jahre hinziehen.

Mit der Ausgliederung der Stahlsparte wird sich der Schuldenstand der Thyssenkrupp AG deutlich verringern. Die Eigenkapitalquote von zuletzt knapp sieben Prozent - die niedrigste der im Leitindex DAX gelisteten Konzerne - dürfte sich aus Sicht von Experten verdreifachen. Hiesinger hätte dann die Finanzkraft, auch größere Akquisitionen zu tätigen. Nach eigenem Bekunden hat der Vorstand bereits eine Liste von möglichen Übernahmekandidaten.