ThyssenKrupp wird im Geschäftsjahr 2009/10 vor Steuern nach eigener Einschätzung rund 1 Mrd Euro verdienen.

DÜSSELDORF (Dow Jones)–”Beim Vorsteuerertrag geht es Richtung 1 Mrd Euro oder sogar ein Stück besser”, sagte Ekkehard Schulz, Vorstandsvorsitzender bei der ThyssenKrupp AG, dem “Handelsblatt” (HB/Mittwochausgabe).
Im Geschäftsjahr 2008/09 hatte der Essener Konzern noch einen Vorsteuerverlust von 2,4 Mrd Euro ausgewiesen. Die Ergebnissteigerung ist nach Aussage von Schulz im Wesentlichen eine Folge von Einsparungen. Das Geschäft selbst sei dagegen nur langsam in Schwung gekommen. Der Umsatz in dem im September beendeten Geschäftsjahr liege bei rund 42 Mrd Euro nach 40,6 Mrd Euro im Vorjahreszeitraum, so Schulz.
“Vom Markt ist 2009/2010 nicht viel gekommen”, fügte der Manager an. Das aber ändere sich in diesem Jahr, denn die Hochöfen liefen derzeit unter Volllast. Vor allem die steigende Nachfrage aus der Fahrzeug- und Maschinenbauindustrie sorge für volle Auftragsbücher. Entsprechend sollen sowohl Umsatz wie Gewinn in den kommenden zwölf Monaten deutlich zulegen. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass der Start des neuen Hochofens in Brasilien und einer Weiterverarbeitungsanlage im US-Bundesstaat Alabama den Konzern zunächst mit 500 Mio Euro belaste, sagte Schulz. Der Manager wird Mitte Januar seinem Nachfolger Heinrich Hiesinger, der von Siemens kommt, an der Konzernspitze Platz machen.