Thyssenkrupp Tata Steel Heinrich Hiesinger

Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger hat den geplanten Wegfall von 2.000 Arbeitsplätzen im Stahlgeschäft als beste Lösung für die Mitarbeiter verteidigt. - Bild: Thyssenkrupp

Zehntausende von Arbeitsplätzen sichern

"Alle diese Maßnahmen, die wir jetzt planen, wären auch gekommen in noch viel größerem Umfang, wenn wir alleine weitergegangen wären", sagte Hiesinger im ARD-Morgenmagazin. Thyssenkrupp mache "einen Schritt nach vorne" und gestalte "die Zukunft für unsere Stahlmitarbeiter", zeigte er sich überzeugt. "Wir machen das, um Zehntausende von Arbeitsplätzen zukünftig zu sichern." Das werde mit dem nun bekannt gegebenen Schritt "viel verlässlicher als in jeder anderen Konstellation" möglich sein.

Der Abbau von 2.000 Stellen sei genannt worden, "weil wir bewusst eine Obergrenze einziehen wollten", erklärte Hiesinger. Er zeigte sich überzeugt, in den kommenden Monaten eine gemeinsame Basis mit den Gewerkschaften zu finden, "um dann den Vertragsabschluss Ende 2018 wirklich auch final machen zu können".

Stahlkocher wollen gegen Fusionspläne demonstrieren

Am Freitag wollen die Stahlkocher von ThyssenKrupp in Bochum gegen die Pläne demonstrieren, berichtet Spiegel Online. Die IG Metall erwartet mehrere Tausend Teilnehmer. Die IG Metall und die Betriebsräte hatten am Dienstag eine Zustimmung zu einer Fusion nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen. Sie fordern allerdings unter anderem Garantien für die Sicherung der Arbeitsplätze und der Standorte der Stahlsparte. Diese beschäftigt rund 27.000 Mitarbeiter.