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Der Gewinn von Thyssenkrupp ist zurückgegangen. - Bild: Thyssenkrupp

Für das im Oktober begonnene Geschäftsjahr ist der Konzern "vorsichtig optimistisch". Thyssenkrupp stellt ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,7 Milliarden Euro in Aussicht. Der Jahresüberschuss soll sich deutlich verbessern.

Im vergangenen Geschäftsjahr erreichte Thyssenkrupp seine im Mai nach unten korrigierten Ziele. Das bereinigte EBIT des Konzerns sank von 1,68 Milliarden Euro auf 1,47 Milliarden Euro. Damit traf Thyssenkrupp genau die Erwartungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten.

Besonders stark ging das operative Ergebnis in der Werkstoffsparte Materials Services zurück: Das bereinigte EBIT des Konzernteils sank um 38 Prozent auf 128 Millionen Euro. Das europäische Stahlgeschäft verzeichnete einen Rückgang von 36 Prozent auf 315 Millionen Euro.

Verbesserungen gab es hingegen in der amerikanischen Stahlsparte, die nur noch aus einem Werk in Brasilien besteht: Der Verlust des Konzernteils verringerte sich von 138 Millionen Euro auf 33 Millionen Euro. Positiv entwickelte sich zudem erneut das Aufzugsgeschäft, dessen operatives Ergebnis um 8 Prozent auf 860 Millionen Euro stieg.

Einsparziel übertroffen

Einen großen Beitrag zur Ergebnisentwicklung des Konzerns leistete das Sparprogramm. Wie im Vorjahr übertraf Thyssenkrupp sein selbstgestecktes Ziel: Statt um 850 Millionen Euro senkte der Konzern seine Kosten um knapp 1 Milliarde Euro. Für das laufende Geschäftsjahr hat Thyssenkrupp erneut ein Einsparziel von 850 Millionen Euro ausgegeben.

„Die großen Schwankungen auf den Werkstoffmärkten zeigen, dass wir die Transformation zu einem starken Industriekonzern fortsetzen müssen", zitierte Thyssenkrupp seinen Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Vor diesem Hintergrund verhandelt der Konzern unter anderem mit Tata Steel über eine Zusammenführung der europäischen Stahlaktivitäten.

Positiv entwickelte sich der Mittelzufluss von Thyssenkrupp. Der Konzern nahm 198 Millionen Euro mehr ein als er ausgab - ohne Berücksichtigung von Einnahmen aus Verkäufen und Ausgaben für Akquisitionen. Im Vorjahr waren es 115 Millionen Euro gewesen. Der nun erreichte Wert lag deutlich über der Prognose. Thyssenkrupp hatte einen negativen bis ausgeglichenen freien Cashflow erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem leicht positiven Wert.

Unter dem Strich verdiente Thyssenkrupp im vergangenen Geschäftsjahr 296 Millionen Euro und damit 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz sank um 8 Prozent auf 39,26 Milliarden Euro. Grund dafür war nach Angaben von Thyssenkrupp vor allem der hohe Import- und Preisdruck bei den Werkstoffgeschäften. Der Auftragseingang lag mit 37,42 Milliarden Euro um 9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

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