Seit zwei Jahren will ThyssenKrupp den zivilen Schiffbau von Blohm + Voss wegen mangelnder Aufträge

Seit zwei Jahren will ThyssenKrupp den zivilen Schiffbau von Blohm + Voss wegen mangelnder Aufträge verkaufen. (Bild: Blohm + Voss).

DÜSSELDORF (Dow Jones)–Thyssenkrupp führe mit der Friedrich Lürssen Werft keine Gespräche, hieß es zudem. Das “Hamburger Abendblatt” hatte zuvor am gleichen Tag berichtet, dass das Bremer Familienunternehmen Lürssen ein Angebot für die Hamburger Blohm + Voss unterbreitet habe. Nach der Stellungnahme von Thyssenkrupp geschah dies offenbar, ohne den Verkäufer vorher zu kontaktieren. Man habe deshalb “erhebliche Zweifel, ob das abgegebene Angebot die Anforderungen erfüllen kann”, hieß es bei dem Ruhrkonzern. Oberste Priorität sei, “dass Blohm + Voss bei einem neuen Eigentümer bessere Entwicklungschancen hat und den Mitarbeitern eine langfristige Perspektive eröffnet wird”.

Seit zwei Jahren will Thyssenkrupp den zivilen Schiffbau von Blohm + Voss wegen mangelnder Aufträge verkaufen. Erst Anfang Juli hatte der Konzern das Scheitern der Verkaufsgespräche mit der arabischen Schiffbaugruppe Abu Dhabi Mar eingestehen müssen. In der Zwischenzeit wurde dann eine Absichtserklärung mit einem britischen Finanzinvestor unterzeichnet, der die zivilen Teile der Hamburger Werft kaufen will.