Der scheidende Vorstandsvorsitzende Volker Heuer erwartet durch das bevorstehende Zusammengehen mit

Der scheidende Vorstandsvorsitzende Volker Heuer erwartet durch das bevorstehende Zusammengehen mit Daimler und Rolls-Royce "jede Menge Chancen" in sämtlichen Geschäfts- und Anwendungsbereichen (Bild: Tognum).

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Im Frühjahr hatte das deutsch-britische Bieterduo sein 3,4 Mrd Euro schweres Übernahmeangebot für Tognum abgegeben und sich dabei gut 94% des Kapitals an dem Traditionsunternehmen vom Bodensee gesichert. Voraussetzung für einen Squeeze-Out, also die Zwangsabfindung der verbliebenen Minderheitsaktionäre, ist ein Stimmrechtsanteil von mindestens 95%.

Wie es jetzt weitergeht, ist noch offen. Das Daimler-Management hatte sich vergangene Woche mit Verweis auf noch ausstehende kartellrechtliche Genehmigungen zu seinen Plänen bedeckt gehalten. Noch fehlen die Freigaben aus den USA und China. “Ich gehe davon aus, dass wir auch von diesen Behörden grünes Licht bekommen werden”, sagte Tognum-Chef Heuer, der im September in den Ruhestand geht und das Zepter dann an Finanzvorstand Joachim Coers übergibt.

Aus dem bevorstehenden Zusammengehen mit Daimler und Rolls-Royce ergeben sich nach Heuers Einschätzung “jede Menge Chancen” in sämtlichen Geschäfts- und Anwendungsbereichen. Um konkrete Synergiepotenziale zu beziffern sei es noch zu früh, sagte er aber und bekräftigte, dass es bei der Kombination nicht vorranging um Kostensynergien gehe. Vielmehr sollen Wachstumspotenziale im Vertrieb, in der Entwicklung, im After-Sales- sowie im Technologiebereich genutzt werden. Alle Beteiligten stünden in den Startlöchern, die künftige Zusammenarbeit voranzutreiben, so Heuer.