"Das zeigt, wie das Management über fünf Jahre hinweg zusammen mit den Aktionären

"Das zeigt, wie das Management über fünf Jahre hinweg zusammen mit den Aktionären Unternehmenswert schaffen möchte", sagte Toyota-Präsident Akio Toyoda. - Bild: Toyota

Der japanische Autobauer Toyota hat von seinen Aktionären grünes Licht für die Ausgabe einer neuen Aktienklasse erhalten.

Die Emission im Volumen von 500 Milliarden Yen (umgerechnet rund 3,6 Milliarden Euro) war von ausländischen Investoren heftig kritisiert worden. Denn die Papiere, die nur in Japan verkauft werden, sind nicht börsennotiert, aber stimmberechtigt – und stärken damit vor allem heimische Anteilseigner.

Unterstützung von wichtigen Aktionären

Die Genehmigung der Emission auf der jährlichen Hauptversammlung war von Analysten weitgehend erwartet worden, weil sie von wichtigen Aktionären unterstützt wurde. Sie verdeutlicht allerdings die Schwierigkeiten eines effektiven Investorenengagements bei einem Konzern wie Toyota, wo viele der größten Anteilseigner Insider sind, etwa konzerneigene Unternehmen. In der Folge ist seit der Gründung des Unternehmens 1937 nicht ein einziger Vorschlag des Managements von den Aktionären abgelehnt worden.

Die neue Aktienklasse “Modell AA”, benannt nach dem ersten Pkw von Toyota, ähneln Wandelanleihen. Nach fünf Jahren können die Aktionäre sie in Stammaktien umwandeln oder an Toyota zum Ausgabepreis zurückverkaufen. Toyota hatte im April angekündigt, dass der Anteil dieser Aktienform an der Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien auf weniger als 5 Prozent begrenzt werden würde.

“Das zeigt, wie das Management über fünf Jahre hinweg zusammen mit den Aktionären Unternehmenswert schaffen möchte”, sagte Toyota-Präsident Akio Toyoda auf der Hauptversammlung und pries die neue Aktienklasse als Erweiterung des Angebots an die Investoren.

Pläne von stellvertretenden Beratern ausländischer Aktionäre

Die Pläne waren unter anderem von dem stellvertretenden Berater ausländischer Aktionäre, Institutional Shareholder Services (ISS), und dem kalifornischen Pensionsfonds CalStrs kritisiert worden. Laut ISS wird die Ausgabe dieser neuen Aktien zu gefügigeren und stilleren Aktionären führen; CalStrs monierte, die Form des Angebots würde Investoren außerhalb Japans an dem Erwerb der neuen Aktien hindern.

Auch auf der Hauptversammlung hinterfragten die Anteilseigner unter anderem, wie diese neuen Aktien dazu beitragen könnten, die Unternehmensführung zu verbessern. Am Ende stimmten zwei Drittel der anwesenden Aktionäre für den Vorschlag.

Zu den größten Aktionären des Toyota-Konzerns gehören die Toyota Industries Corp mit rund 7,1 Prozent und Denso Corp mit einem Anteil von etwa 2,6 Prozent. Ausländische Investoren sind mit rund 30 Prozent beteiligt, Einzelinvestoren besitzen etwa 10 Prozent der Anteile.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht