Noch ist Toyota der weltgrößte Autobauer der Welt. Allerdings verzeichnen die Japaner

Noch ist Toyota der weltgrößte Autobauer der Welt. Allerdings verzeichnen die Japaner rückläufige Absatzzahlen. Doch der schwache Yen macht es möglich, dass am Ende ein Rekordgewinn herausspringt. - Bild: Toyota

Der japanische Autobauer Toyota hat dank des schwachen Yen und starker US-Absätze bei SUVs und Pick-ups im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr verdient und umgesetzt.

Für 2015 rechnet Konzernchef Akio Toyoda mit einem weiteren Jahr der Rekordgewinne. Für das im März 2016 endende Geschäftsjahr erwartet der größte Autobauer der Welt einen Nettogewinn von 2,25 Billionen Yen und einen Umsatz von 27,5 Billionen Yen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr auf ein Rekordhoch von 2,17 Billionen Yen (umgerechnet rund 16 Milliarden Euro) nach 1,82 Billionen Yen im Vorjahr. Analysten hatten einen Anstieg von 20 Prozent auf 2,18 Billionen Yen prognostiziert.

Der Umsatz legte auf 27,23 Billionen Yen zu nach 25,69 Billionen Yen im Vorjahr. Auch das lag im Rahmen der Analystenerwartung von 27,05 Billionen Yen.

Autobauer profitiert von Schwäche der Heimatwährung

Von den großen japanischen Autoherstellern profitiert Toyota am meisten von der Schwäche der Heimatwährung, da das Unternehmen mehr Fahrzeuge als Nissan oder Honda exportiert. Toyota fertigt mehr als ein Drittel aller Autos in Japan und verkauft davon wiederum über die Hälfte in den Rest der Welt.

Analysten rechnen für das laufende Geschäftsjahr zwar auch mit weiteren Rekordgewinnen. Allerdings dürfte der schwache Yen in der Zukunft nicht mehr so stark stützen wie in den vergangenen zwei Jahren. Zwar ist der Yen nach wie vor schwach gegenüber dem US-Dollar, doch legte die Heimatwährung gegenüber anderen Währungen wie Euro und australischem Dollar zu.

Umso mehr wird nach Expertenauffassung daher von der künftigen Wachstumsstrategie von Konzernchef Akio Toyoda abhängen, zumal sich die von Toyoda als “willentliche Pause” bezeichnete Phase ihrem Ende zuneigt. Toyota hatte sich mit Investitionen in neue Werke zurückgehalten und sich stattdessen unter anderem auf die Entwicklung neuer Produktionstechnologien konzentriert. “Dieses Jahr wird ein wichtiger Wendepunkt für Toyota, ob es einen festen Schritt hin zu stabilem Wachstum machen oder in alte Muster zurückfallen wird”, sagte Toyoda am Freitag. Im April hatte der Konzern eine Investition von 1,4 Milliarden Dollar in ein neues Werk in Mexiko und den Ausbau einer bestehenden Fabrik in China angekündigt.

Kopf-an-Kopf-Rennen mit Volkswagen

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Toyota mit einem Autoabsatz von 10,15 Millionen Fahrzeugen nach 10,168 Millionen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der japanische Autobauer liefert sich mit Volkswagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel als größter Autobauer der Welt.

Die Dividende für das Gesamtjahr wurde auf 200 von 165 Yen erhöht. Zudem kündigte Toyota an, eigene Aktien im Volumen von 300 Milliarden Yen zurückzukaufen.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke