Auch beim Umsatz übertraf Toyota die Erwartungen. Die Erlöse legten um 9,4 Prozent auf 6,99

Auch beim Umsatz übertraf Toyota die Erwartungen. Die Erlöse legten um 9,4 Prozent auf 6,99 Billionen Yen zu. Analysten hatten dem Autohersteller 6,78 Billionen Yen zugetraut. - Bild: Toyota

Der japanische Autobauer Toyota hat wie erwartet den höchsten Quartalsgewinn seiner Unternehmensgeschichte ausgewiesen, dabei aber sogar noch die Analystenprognosen übertroffen.

Der Nettogewinn von Toyota Motor Corp stieg im ersten Quartal auf 646,4 Milliarden Yen (umgerechnet rund 4,75 Milliarden Euro), wie am Dienstag nach Börsenschluss in Japan mitgeteilt wurde. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinnanstieg von 3,4 Prozent auf 607,47 Milliarden Yen nach 587,8 Milliarden Yen im Vorjahresquartal gerechnet.

Auch beim Umsatz übertraf Toyota die Erwartungen. Die Erlöse legten um 9,4 Prozent auf 6,99 Billionen Yen zu. Analysten hatten dem Autohersteller 6,78 Billionen Yen zugetraut.

Zwar überholte Volkswagen die Japaner zuletzt: Die Wolfsburger waren im ersten Halbjahr gemessen an den Verkaufszahlen zum weltgrößten Autobauer vor Toyota geworden. Für das Gesamtjahr senkte Toyota gar seine Prognose am Dienstag für den konzernweiten Absatz um 30.000 auf 10,12 Millionen Fahrzeuge. Doch bei den Gewinnen zeigt Toyota der Konkurrenz weiter die Rücklichter. Diesen Umstand verdankt der Konzern zumindest teilweise dem schwachen Yen, der Toyotas Exporte rentabler macht. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Nettogewinn von 2,25 Billionen Yen.

In den Vergleichsmonaten des Vorjahres, April bis Juni 2014, lag Toyotas durchschnittlicher Wechselkurs bei 102 Yen je US-Dollar. Derzeit wird der Dollar bei rund 123 Yen gehandelt. Im Mai hat Toyota kalkuliert, dass pro Anstieg des Wechselkurses um einem Yen gegenüber dem Dollar der operative Gesamtjahresgewinn um je 40 Milliarden Yen zunehmen dürfte, auf Quartalsbasis wären das ungefähr 10 Milliarden Yen.

Auf Toyotas größtem Markt, den USA, wuchs der japanische Konzern im April bis Juni mit 1,7 Prozent langsamer als der Gesamtmarkt, der im selben Zeitraum 3,3 Prozent zulegte. Zwar wurden mehr SUVs und Pick-ups verkauft, doch bei den Pkw, die mehr als die Hälfte des US-Absatzes ausmachen, ging es um 8 Prozent nach unten.

Das China-Geschäft ist in den aktuellen Zahlen nicht enthalten. Auf dem weltgrößten Automarkt konnte Toyota zuletzt zulegen und überholte Nissan beim Autoabsatz. Allerdings schlägt sich dies nicht vollständig in den Büchern nieder. Denn Toyotas Geschäftsjahr beginnt im April, in China fällt es mit dem Kalenderjahr zusammen. Daher sind in der Erstquartalsbilanz die Ergebnisse April bis Juni von allen wichtigen Regionen außer China enthalten, wo stattdessen die Daten von Januar bis März, also dem ersten Quartal in China, herangezogen werden.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht