Toyota will automatisiertes Fahren bis 2020 marktreif machen 1

Toyota spricht bei der eigenen Technologie laut Angaben vom Dienstag vom "Automatisierten Fahren". Damit sollen Fahrzeuge selbstständig auf Autobahnen auf- und abfahren und auch die Spur wechseln können. Bisher hatten die Japaner ihre Technik als Fahrerunterstützung beschrieben.

"Unser Ziel bleibt dabei das gleiche - Unfälle verringern und die Mobilität verbessern", so Toyota-Ingenieur Masahiro Iwasaki, der an der Entwicklung der Technik arbeitet.

Die Strategie von Google bei der Entwicklung des selbstfahrenden Autos und die aggressive Werbekampagne für die eigene Technologie hat dazu geführt, dass Toyota häufig nicht im Rampenlicht steht. Vielfach ist der Eindruck entstanden, dass die Japaner bei der Entwicklung zurückliegen würden. Toyota-Manager weisen dies zurück. Das Unternehmen arbeite seit zwei Jahrzehnten an der Technologie - lange bevor Google gegründet wurde.

"Wir arbeiten sehr lange daran, diese Technologie zu entwickeln. Wir haben Vorteile und wir werde diese behalten", so Moritaka Yoshida, Toyota-Chef für Sicherheitstechnologie. Das Unternehmen geht davon aus, dass es zwei Herangehensweisen an die Technik gebe. Zu der ersten zählten komplett selbstfahrende Autos, die Unternehmen wie Toyota oder Google derzeit auf US-Straßen testeten, erklärt Toyota-Ingenieur Iwasaki. Die zweite Kategorie umfasse eher teilautonome Technologien, die in naher Zukunft in Autos für die breite Masse eingebaut werden könnten.

Das Auto, das Toyota nun vorstellte, gehöre in die zweite Kategorie. Ein Prototyp des Fahrzeugs, ein Lexus GS mit dem Namen "Highway Teammate", könne bereits auf Autobahnen auffahren und dort die Spur wechseln. Sobald das Auto die Autobahn verlasse, werde der Fahrer aufgefordert, wieder die Kontrolle zu übernehmen. Die Kosten für die Sensoren müssten aber noch massiv gesenkt werden, bevor die Technologie in Autos für den Massenmarkt einsetzbar sei, so Iwasaki.