MTU Getriebefan

Die Entwicklung der Kerosin-Triebwerke ist noch lange nicht ausgereizt. MTU-Chef Reiner Winkler verweist auf die neue Getriebefan-Technik mit erheblich weniger Treibstoffverbrauch und Lärm. Das GTF-Triebwerk werde mittelfristig zum größten Umsatzlieferanten von MTU. - Bild: MTU

"Grundsätzlich haben wir zugesagt, dass wir den Weg des Produktionsausbaus mitgehen", sagte MTU-Chef Reiner Winkler der Zeitung Welt am Sonntag. 2015 flossen bereits gut 100 Millionen Euro in den Ausbau des Hauptstandorts München und die polnische Tochterfirma. "Für die nochmalige Erweiterung der Produktion werden wir erneut investieren", kündigte Winkler an.

Ein Volumen könne noch nicht genannt werden. Die Detail-Entscheidungen würden Ende 2016 oder Anfang 2017 getroffen. Damit sei MTU dann gut gerüstet, wenn Airbus bis zum Jahr 2019 seine Produktionsrate von derzeit monatlich 42 auf dann monatlich 60 Flugzeuge hochfahren will.

Das Vorhaben von Siemens, zusammen mit Airbus die Entwicklung für einen Elektroantrieb für Flugzeuge voranzutreiben, beunruhigt den MTU-Chef nicht. Er plädiert für eine realistische Einschätzung der Technik. "Es gibt noch viele offene Fragen, bis ein E-Antrieb für größere Flugzeuge möglich wird. Sicher dauert es noch Jahrzehnte, bis es einen Hybrid- oder sogar einen reinen E-Antrieb in der Klasse der meistverkauften Flugzeuge A320 oder Boeing 737 gibt", sagt Winkler. Die Entwicklung der Kerosin-Triebwerke sei noch lange nicht ausgereizt.

Der MTU-Chef verweist auf die neue Getriebefan-Technik mit erheblich weniger Treibstoffverbrauch und Lärm. Das GTF-Triebwerk werde mittelfristig zum größten Umsatzlieferanten von MTU.