GELSENKIRCHEN (ba). In der neuen Aluminium-Masselgießanlage werden aus Schrotten geschmolzene Aluminiumblöcke produziert, die in Automobilwerken verflüssigt und dort zu Motorblöcken und anderen komplexen Teilen vergossen werden. Mit der Anlage erhöht sich die Kapazität des Trimet-Werks nahe des Gelsenkirchener Stadthafens erheblich: Statt der bisher rund 40000 t können nun rund 50000 t Umschmelzaluminium pro Jahr verarbeitet werden. Die dem Aggregat angeschlossene neue Stapelautomatik hilft, den Fertigungsprozess zu beschleunigen.

Im kommenden Jahr werden weitere Anschaffungen folgen. Vom Aufsichtsrat der Trimet Aluminium AG wurden für 2011 Gelder in einer Gesamthöhe von rund 4 Mio Euro genehmigt, die in den Ausbau der Kapazitäten um weitere 50 % investiert werden. Werksleiter Ralf Dondrup verspricht in diesem Zusammenhang 15 weitere neue Arbeitsplätze.

Im Eigentum der Trimet Aluminium AG hat das Gelsenkirchener Recyclingwerk in den letzten 17 Jahren eine erfreuliche Entwicklung genommen. 1936 von Hermann Jacobs gegründet, wurde der Standort 1972 an die Klöckner Werke Duisburg verkauft und 1990 von der Sommer-Gruppe übernommen, die zwei Jahre später in Konkurs ging. Aus dieser Insolvenz übernahm 1993 die Trimet das Werk und gliederte es 2002 in das als Aktiengesellschaft geführte Familienunternehmen ein. Werksleiter Dondrup: „Als Recyclingwerk und Gießerei von Umschmelzaluminium haben wir nun sowohl einen festen Platz im Konzert der anderen produzierenden Trimet-Standorte Essen, Hamburg, Harzgerode und Sömmerda gefunden als auch bei unseren Kunden. Das verdanken wir vor allem auch unseren Mitarbeitern. Die bilden wirklich eine Mannschaft, auf die wir stolz sind.“