MOSKAU/STUTTGART (Dow Jones/ks)–Der Kamaz-Großaktionär wolle den Stuttgartern in wenigen Monaten 10% oder mehr anbieten, sagte Troika-Direktor Sergei Skvortsov am Mittwoch. Einen genauen Zeitplan nannte er nicht. Die russische Investmentbank hält derzeit noch 27% an Kamaz.

Ein Daimler-Sprecher sagte, “wir fühlen uns sehr wohl mit unserem Anteil. Sollten wir mehr angeboten bekommen, werden wir eine Entscheidung treffen.” Der DAX-Konzern hält seit einem Jahr direkt 11% und über die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) nochmals 4% an dem russischen Lkw-Hersteller.

Früheren russischen Medienberichten zufolge könnten die Stuttgarter bis 2018 die Kontrolle über den russischen Lkw-Hersteller übernehmen wollen. Daimler, zu denen neben den Lkw-Marken Mercedes-Benz und Freightliner auch Mitsubishi Fuso und Western Star gehört, strebt nach eigenen Aussagen eine langfristige Partnerschaft mit Kamaz an.