Deutsche Autoindustrie

Die weltweite Pkw-Produktion der deutschen Konzernmarken wird erstmals die Marke von 15 Millionen knacken. - Bild: Kzenon/Fotolia.com

Die Branche konnte ungeachtet der Manipulationen bei Volkswagen, die im September bekannt wurden, sehr solide Zuwächse bei Produktion und Umsatz erzielen. Die weltweite Pkw-Produktion der deutschen Konzernmarken wird laut des Verbands der Automobilindustrie (VDA) erstmals die Marke von 15 Millionen knacken.

Der Umsatz der deutschen Hersteller lag in den ersten neun Monaten des Jahres um elf Prozent im Plus und erreichte 300 Milliarden Euro. "Diese Entwicklung ist auch in den letzten drei Monaten des Jahres stabil", sagte VDA-Chef Matthias Wissmann. Auch die Ertragslage sei robust, bei einigen "Herstellern und Zulieferern sogar sehr erfreulich".

Im Inland dürften im Gesamtjahr 5,7 Millionen Wagen aus den Fabriken rollen, was einem Anstieg um zwei Prozent entspricht. In den Stammbelegschaften arbeiteten hierzulande 800.000 Beschäftigte und damit 17.000 mehr als im vergangenen Jahr. Die Auslandsfertigung wird 2015 um einen Prozent auf 9,45 Millionen zulegen.

Stärkste Wachstumsmärkte für VW, Daimler, BMW und Opel waren Westeuropa und die USA. Für das nächste Jahr erwartet der VDA aber schwächere Wachstumsraten von jeweils nur einen Prozent für beide Regionen. "Der Weg wird steiniger", sagte Wissmann.

In seiner Rede verteidigte der frühere Forschungsminister die in Verruf geratenen Diesel-Motoren. "Der Diesel ist kein Auslaufmodell, ganz im Gegenteil", betonte der oberste Auto-Lobbyist. Ohne die Selbstzünder "können die CO2-Ziele nicht erreicht werden".

Im Jahr 2020 müssen die europäischen Hersteller ihren Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß deutlich verringern. Benziner verbrauchen etwa 20 Prozent mehr als Diesel.