Donald Trump

Donald Trump folgt weiter seinem America First. - Bild: Pixabay

Als Gründe nannte das Weiße Haus, dass die 1,3 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten gefährden könnte, weil geistiges Eigentum an ausländische Käufer übertragen werden könnte. Auch verwies die Trump-Administration darauf, dass die Halbleiter-Zulieferkette für die US-Regierung eine wichtige Rolle spiele, denn sie setzte auch auf Lattice-Produkte.

Kampf zwischen den USA und China um Chip-Technologie

Die Private-Equity-Gesellschaft Canyon Bridge Capital Partners, die von einem staatlich chinesischen Vermögenswerwalter unterstützt wird, und Lattice Semiconductor hatten einen direkten Appell an den US-Präsidenten gerichtet. So etwas geschieht äußerst selten.

Die Parteien hofften, Trump werde den Negativ-Bescheid des Committee on Foreign Investment (CFIUS) überstimmen. Die Behörde für Auslandsinvestitionen (CFIUS) ist dafür zuständig, Übernahmen auf die Frage der nationalen Sicherheit zu prüfen. Normalerweise geben Unternehmen ihr Vorhaben auf, wenn sie die Zustimmung der CFIUS nicht gewinnen können.

Der Deal ist ein Musterbeispiel dafür, dass es zur Zeit bei dem Kampf zwischen den USA und China um Chip-Technologie und ausländische Direktinvestitionen im Allgemeinen hoch hergeht. Im vergangenen Jahr erreichten die chinesischen Investitionen in den USA das Rekordniveau von 46 Milliarden Dollar.

Chinas wiederholte Versuche in die Halbleiterindustrie zu investieren, die Computer, Mobiltelefone und militärische Hardware unterstützt, haben US-Beamte mit Blick auf die Gefährung der nationalen Sicherheit alarmiert.