Das alte Zentrallager stieß aufgrund des starken Wachstums der Trumpf Gruppe an seine Kapazitätsgrenzen, wie das Unternehmen im Rahmen seiner Bilanzpressekonferenz erklärte. Das neue 13.000 Quadratmeter große und 20 Meter hohe Gebäude besteht aus einer zweigeteilten Struktur aus Büroräumlichkeiten und Lagerbereich. Die Planung und Umsetzung von Logistikeinrichtung, Bau und IT liefen von Beginn an parallel ab.

Mit mehr als 30.000 lagerhaltigen Materialien ist das Zentrallager in Ditzingen Dreh- und Angelpunkt des weltweiten Logistik-Netzwerks von Trumpf. Jeden Monat versendet das Unternehmen rund 60.000 Artikel von dort, das entspricht 270.000 Paketen pro Jahr. Für die europäischen Kunden kommen rund 90 Prozent davon bereits einen Tag nach der Bestellung an.

Trumpf treibt Digitalisierung voran

Der Neubau beinhaltet modernste Lager- und Kommissioniertechnik. Neben der Lagerhaltung in den Regalen steuert Trumpf auch alle ein- und ausgehenden Materialflüsse mit digitalen Prozessen und treibt so die unternehmensinterne Digitalisierung weiter voran. Ein automatisches Kleinteilelager bietet aktuell 23.000 Behälterstellplätze für schnelldrehende Teile.

Daneben gibt es ein manuelles Fachbodenregal auf vier Ebenen für Langsamdreher sowie verschiedene Palettenregale für Groß- und Sperrigteile. Ein neues Lagerverwaltungssystem auf Basis von SAP EWM mit direkter Kopplung des Automatiklagers sorgt für maximale Transparenz und Reaktionsfähigkeit. Damit will Trumpf eine größtmögliche Zuverlässigkeit in der Ersatzteillogistik und eine stabile Basis für zukünftige Weiterentwicklungen erreichen.

Die Vorsitzende der Trumpf Gruppe, Nicola Leibinger-Kammüller, unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung des Gebäudes: „Wir wollen alle unsere Standorte binnen der nächsten fünf Jahre digital vernetzt haben, um effizienter zu produzieren und für unsere Kunden einen noch besseren Service bieten zu können. Auch dafür ist das neue Logistikzentrum ein Symbol. Es ist zudem ein Bekenntnis zur Region Baden-Württemberg und zum Stammsitz Ditzingen.“

Bereits im Frühjahr 2017 begann der Umzug der Logistik in den von Barkow Leibinger Architekten, Berlin, entworfenen Neubau. Als Generalplaner begleitete io-consultants aus Heidelberg das Projekt. Bei der IT- und Anlagenrealisierung unterstützte IGZ aus Falkenberg.

Mit Material von Trumpf