Trumpf hat im Geschäftsjahr 2009/10 129 Mio Euro in Forschung und Entwicklung investiert (Bild:

Trumpf hat im Geschäftsjahr 2009/10 129 Mio Euro in Forschung und Entwicklung investiert (Bild: Trumpf).

Nach dem Krisenjahr 2009 gibt sich Trumpf wieder optimistisch: Für dieses Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von über 20 %, so die Vorsitzende der Geschäftsführung des Unternehmens, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller.

DITZINGEN (ks).  „Trumpf hat die Krise hinter sich gelassen“, so die Chefin des Familienunternehmens. „Wenn die Weltwirtschaft von weiteren externen Schocks wie Währungskrisen oder platzenden Kredit- oder Immobilien-Blasen verschont bleibt, dann bin ich überzeugt: Die Zeit der schlechten Zahlen ist vorbei.“ Im vergangenen Geschäftsjahr (Stichtag 30. Juni 2010) ging der Umsatz von Trumpf zwar um rund 19 % auf 1,34 Mrd Euro zurück; dadurch erlitt das Unternehmen einen Verlust vor Steuern von 59 Mio Euro. Doch haben sich seit dem Frühjahr die Auftragsbücher des Ditzinger Hightech-Unternehmens wieder gefüllt. „Wir sehen im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten zweistellige Zuwächse – und wir haben keine Anzeichen dafür, dass dies in den kommenden Monaten nicht so weitergehen wird“, sagte Leibinger-Kammüller. Vor allem das boomende Asien-Geschäft sorge dafür, dass alle Kurven bei Trumpf seit dem Frühjahr wieder nach oben zeigen. Das Unternehmen wird deshalb seinen chinesischen Produktionsstandort weiter ausbauen.

Dank der guten Auftragslage konnte Trumpf schon seit Juli an den meisten Standorten die Kurzarbeit beenden. Mit Blick auf die guten Aussichten beendet Trumpf ab Januar 2011 auch die bisher geltenden Entgeltkürzungen. Während der Krise hatten sich die Arbeitnehmer zu Arbeitszeitverkürzungen bei entsprechendem Entgeltverzicht bereiterklärt; im Gegenzug hatte das Unternehmen eine Beschäftigungsgarantie bis 2011 ausgesprochen. 01 Bild: 01