Nicola Leibinger-Kammüller

Trumpf-Chefin Dr. Nicola Leibinger-Kammüller verkündete äußerst positive Zahlen. - Bild: Trumpf

Das Konzernergebnis von Trumpf ist im Geschäftsjahr 2014/2015 um 43,9 Prozent auf 357 Millionen Euro gestiegen, die Umsatzrendite lag bei 13,1 Prozent. Das gab das Unternehmen auf seiner Bilanzpresskonferenz bekannt.

Der Zuwachs beruht unter anderem auf einem Einmaleffekt aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Medizintechnik zum 1. August 2014, der das Ergebnis um 72 Millionen Euro positiv beeinflusst hat. Bereinigt um diesen Effekt verbesserte sich die Umsatzrendite von 9,6 auf 10,5 Prozent.

Auch beim Umsatz konnte Trumpf deutlich zulegen: Trotz des Wegfalls der Medizintechnik-Sparte stieg der Gruppenumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 Prozent auf 2,72 Mrd. Euro – Trumpf konnte den Umsatzbeitrag der Medizintechnik-Gesellschaften von 184 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013/14 also überkompensieren. In einem jeweils um die Medizintechnik bereinigten Jahresvergleich betrug der Umsatzanstieg 12,6 Prozent.

Die regionale Umsatzverteilung hat sich weiter verschoben: Zwar blieb Deutschland größter Einzelmarkt – allerdings mit rückläufiger Tendenz. Dahinter haben die USA und China Plätze getauscht, China war erstmals größter Auslandsmarkt für Trumpf. Gute Zuwächse erzielte das Unternehmen in Westeuropa, insbesondere in Frankreich und Italien.

"Unter dem Strich lässt sich feststellen, dass unsere Strategie des Wachstums durch Innovation, regionale Diversifizierung und gezielte Akquisition im Kerngeschäft erfolgreich war", so Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsleitung. Die Mitarbeiterzahl zum Stichtag 30. Juni 2015 bewegte sich mit 10.873 Beschäftigten auf Vorjahresniveau. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Relation zum Umsatz lagen bei 9,8 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr äußerte sich Leibinger-Kammüller verhalten optimistisch. Die Vielzahl der geopolitischen Unsicherheiten sowie die Abkühlung des Wachstums in China ließen nur vage Prognosen zu. Insgesamt hoffe man, das Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahrs halten zu können. Gruppenweit sei ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich möglich.

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