Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller

Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung von Trumpf: Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller. - Bild: Trumpf

Die Trumpf Gruppe kann zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2017/18 am 30. Juni 2018 eine deutliche Steigerung bei Umsatz, Auftragseingang und Gewinn verbuchen. So wuchs der Umsatz um 14,6 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2016/17: 3,11 Milliarden Euro) – der höchste Wert seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1923.

Der Auftragseingang stieg auf 3,8 Milliarden Euro (Geschäftsjahr 2016/17: 3,4 Milliarden Euro), dies entspricht einem Plus von 12,5 Prozent. Das operative Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 52,3 Prozent auf 514 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2016/17: 337 Millionen Euro). Die Umsatzrendite betrug 14,4 Prozent (Geschäftsjahr 2016/17: 10,8 Prozent).

Eigene Planungen deutlich übertroffen

Getragen von der anhaltenden Weltkonjunktur konnte Trumpf die eigenen Planungen zum Teil deutlich übertreffen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Umsatz des größten Geschäftsbereichs Werkzeugmaschinen erhöhte sich danach um 11,3 Prozent.

Der Geschäftsbereich Lasertechnik erzielte ein Umsatzwachstum von 21,5 Prozent. Besonders positiv entwickelte sich hierbei die EUV-Lithographie zur Belichtung von Mikrochips, die um 57,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf 250 Millionen Euro zulegen konnte.

Der Plan für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 sehe bei EUV laut Trumpf noch einmal ein spürbares Wachstum vor. Schon heute übertreffe der Umsatz in diesem strategisch bedeutsamen Geschäftsfeld den der meisten Auslandsmärkte.

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Deutschland bleibt wichtigster Einzelmarkt

Der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt für Trumpf war erneut Deutschland. Hier wuchs der Umsatz um 15,6 Prozent auf 719 Millionen Euro. Auf Platz zwei und drei der Einzelmärkte folgten China (+13,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 457 Millionen Euro) und die USA (+5,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 444 Millionen Euro).

Italien war mit einem Umsatzplus von 31,8 Prozent (173 Millionen Euro) erstmals der viertstärkste Einzelmarkt. Trumpf wolle seine Geschäftsaktivitäten neben diesen Märkten zukünftig auch in Ländern wie Mexiko und Kanada sowie in den asiatischen Ländern Thailand, Malaysia, Indonesien, Singapur und Vietnam intensivieren, um ein durchschnittliches Wachstum von jährlich 10 Prozent zu erzielen, teilte das Unternehmen mit.

3.900 Mitarbeiter am Stammsitz Ditzingen

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Trumpf trotz einer insgesamt rückgängigen Weltkonjunktur gute Geschäfte auf einem ähnlichen Profitabilitätsniveau. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gruppenweit wuchs im Berichtszeitraum um 12,9 Prozent auf 13.420 zum Stichtag 30.6.2018 und hat seitdem die Marke von 13.500 überschritten. In Deutschland waren 6.778 Mitarbeiter tätig, davon rund 3.900 am Stammsitz in Ditzingen. Dies entspricht einem Anstieg um 12,5 Prozent.

Außerhalb Deutschlands erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten um 13,3 Prozent auf 6.642 Mitarbeiter. Trumpf beschäftigte somit erneut mehr als die Hälfte seiner Mitarbeiter an den deutschen Standorten in Baden-Württemberg, Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Im Berichtsjahr absolvierten zudem 450 junge Frauen und Männer eine Ausbildung bei Trumpf oder ein Studium an der Dualen Hochschule. Die Ausbildungsquote lag bei 3,5 Prozent.

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Investitionen in 3D-Druck-Technologie

Trumpf hat im abgelaufenen Geschäftsjahr in technologische Zukunftsfelder wie EUV oder den 3D-Druck mit Metall (Additive Manufacturing) investiert sowie den Aufbau der digitalen Geschäftsplattform Axoom vorangetrieben. Die Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung stiegen um +5,9 Prozent auf 337 Millionen Euro.

Die FuE-Quote im Verhältnis zum Umsatz lag bei 9,5 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter, die weltweit für Trumpf an neuen Produkten arbeiteten, stieg um 13,2 Prozent auf 2.087 Personen.

Insgesamt investierte das Unternehmen im Berichtszeitraum 216 Millionen Euro. Auf Grundstücke und bauliche Erweiterungen entfielen dabei 43 Prozent der Investitionssumme. In technische Anlagen und Maschinen flossen 18 Prozent und in Büro- und Geschäftsausstattung 33 Prozent.

In Deutschland tätigte der Maschinenbauer mehr als die Hälfte aller baulichen Investitionen. Rund zwei Drittel der Summe entfiel auf Bauprojekte am Stammsitz in Ditzingen. An den Standorten Teningen und Schramberg wurden ebenfalls Werkserweiterungen vorgenommen.

Investitionen im Ausland

13 Prozent der Investitionen erfolgten im übrigen Europa. In den USA und den anderen Ländern des amerikanischen Kontinents tätigte die Gruppe 15 Prozent der Investitionen. Herausragendes Beispiel ist hier die Industrie 4.0-Demonstrationsfabrik in Chicago, in die 26 Millionen Euro flossen.

Beim chinesischen Joint Venture JFY entstand der flächenmäßig größte Produktionsstandort der Trumpf Gruppe überhaupt. Die Investitionssumme lag hier bei 14 Millionen Euro.

  • Trumpf, Unternehmensgeschichte, Unternehmenshistorie

    Die Geschichte von Trumpf beginnt im Jahre 1923 als der Kaufmann Christian Trumpf die mechanische Werkstätte der Julius Geiger GmbH in Stuttgart erwirbt. Hier konzentriert man sich auf das produzieren von Biegsamen Wellen für den Antrieb von Bohrern und anderen Werkzeugen. - Quelle und Bild: Trumpf

  • Trumpf, Unternehmensgeschichte, Unternehmenshistorie

    In den nächsten Jahren nimmt die Zahl an Mitarbeitern rasch zu und auch das Produktportfolio wird erweitert. Das Unternehmen zieht nach Weilimdorf und die Produktion von motorbetriebenen Handscheren zum Schneiden von Blech beginnt. 1947 wird mit der Herstellung von stationären Aushauscheren begonnen. - Quelle und Bild: Trumpf

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    Das Unternehmen, welches 1937 in Trumpf & Co. vormals Julius Geiger umbenannt wurde, bemühte sich sehr um den direkten Kontakt zu seinen Kunden. So war Trumpf auf Messen weltweit präsent und erweiterte seinen Kundenstamm sowohl im Inland wie auch im Ausland systematisch. - Quelle und Bild: Trumpf

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    Es ist das Jahr 1956 als der Student Berthold Leibinger, nachdem er im Unternehmen seines Patenonkels Christian Trumpf bereits zuvor eine Lehre absolviert hatte, im Rahmen seiner experimentellen Diplomarbeit mit der Verbesserung des Schneidprozesses bei Aushauscheren beginnt. Seine Innovation wird die Geschichte von Trumpf maßgeblich beeinflussen. - Quelle und Bild: Trumpf

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    Bereits 1957 patentiert Trumpf die Koordinatenführung von Blechen, welche für die Numerische Steuerung (NC) bald auf allen Werkzeugmaschinen zum Einsatz kommt. Berthold Leibinger wird später Leiter der Konstruktionsabteilung und entwickelt die Technik weiter. Mit der Trumatic 20 präsentiert das Unternehmen 1967 die erste vollautomatische Blechbearbeitungsmaschine. - Quelle und Bild: Trumpf

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    Inzwischen expandiert Trumpf immer mehr. 1972 muss die Zentrale nach Ditzingen umziehen um dieser Entwicklung gerecht zu werden. Später erwerben Berthold Leibinger und Hugo Schwarz die Anteile von Christian Trumpf und sind alleinige Anteilseigner des Unternehmens. Zu dieser Zeit erwirtschaftet Trumpf einen Umsatz von 73 Millionen DM. - Quelle und Bild: Trumpf

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    Im Jahr 1978 geschieht ein weiteres einschneidendes Ereignis, welches die Entwicklung des Unternehmens maßgeblich beeinflusst. So kehrt Berthold Leibinger von einer Reise durch die USA mit einem CO2-Laser zurück. Schon ein Jahr später steigt Trumpf in die Lasertechnik ein und präsentiert die erste kombinierte Stanz-Lasermaschine. 1985 hat sich Trumpf selbst zum eigenen Laserhersteller entwickelt. - Quelle und Bild: Trumpf

  • Trumpf, Unternehmensgeschichte, Unternehmenshistorie

    In den 90er Jahren erwirbt Trumpf neue Erkenntnisse durch beispielsweise die Übernahme von Hüttinger und entwickelt seine Produkte immer weiter. Fabriken und Standorte entstehen, neue Geschäftsfelder werden erschlossen. 2005 geht die Geschäftsführung an Dr. Nicola Leibinger-Kammüller während Professor Berthold Leibinger bis 2012 den Vorsitz im Aufsichtsrat übernimmt. - Quelle und Bild: Trumpf

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    Weitere Meilensteine setzt Trumpf in den nächsten Jahren beispielsweise 2009 mit der Präsentation der ersten hoch brillanten Multikilowatt-Industrielaser mit Hochleistungslaserdioden als direkte Strahlquelle, 2013 mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an dem chinesischen Werkzeugmaschinenhersteller JFY und 2015 mit der Übernahme der EHT Werkzeugmaschinen GmbH. - Quelle und Bild: Trumpf

  • Trumpf, Unternehmensgeschichte, Unternehmenshistorie

    Heute ist Trumpf mit rund 12.000 Mitarbeitern und über 70 Tochtergesellschaften in fast allen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Asien ansässig. Als eines der weltweit führenden Unternehmen für Werkzeugmaschinen, Laser sowie Elektronik für industrielle Anwendungen erwirtschaftet Trumpf einen Umsatz von über 3,1 Milliarden Euro. - Quelle und Bild: Trumpf